Zu Gast beim SV Kornwestheim unterlagen die Landesliga-Handballerinnen der HABO am Samstagabend mit 32:29
Nach Abpfiff haderte HABO-Coach Timo Peter mit der Inkonsequenz seines Teams „Wir kommen nach frühem Rückstand so gut zurück, sind zweimal sogar an der Führung dran - und schaffen die Wende dann doch nicht.“ Tatsächlich fehlte in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft. Weil die HABO die An-fangsphase verschlief, geriet sie sofort mit 5:1 (6.) ins Hintertreffen. Dann legte sie vor allem in der Abwehr einen Zahn zu, sodass Rosalie Wagner nach einem Tempogegenstoß schon in der 11. Minute zum 6:6 egalisieren konnte. Über die zweite Welle oder die schnelle Mitte gelangen immer wieder Torerfolge, im Positionsangriff lief allerdings nicht viel zusammen. Hier passierten viele technische Fehler, hier mussten die Bottwartälerinnen immer wieder nachfassen. Trotz deutlicher Leistungssteigerung im Spielverlauf war Timo Peter aber vor allem mit der Defensivarbeit nicht zufrieden. Das Spiel mit dem Kreisläufer hätten sie einfach nicht in den Griff bekommen. „Unsere Absprache stimmt nicht. Wir entscheiden uns richtig für den Schritt nach vorne, dann ist hinten aber der Kreisläufer frei. Ähnlich ist es mit den Einläufern gewesen: Von draußen warnen wir davor, es kommt die Reaktion, aber dann reicht eine Passtäuschung, um nach außen abzuräumen“, stellte er fest.
Der SV erwies sich als die erwartet spielstarke Truppe. Geduldig ließen sie den Ball laufen und gingen solange in die Tiefe, bis eine Spielerin freigespielt war. Trotzdem konnte die HABO lange gut mithalten. Nach dem ersten Durchgang war beim Spielstand von 17:16 noch alles offen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit leisteten sich dann beide Seiten einige Unsicherheiten. Nach der 42. Minute fanden die Gastgeberinnen jedoch zu alter Sicherheit zurück, während die HABO ihre technischen Fehler nicht ab-stellen konnte. Deshalb gelang es dem SV, die 22:21-Führung innerhalb von vier Minuten auf 26:21 (46.) auszubauen. Danach konnte die HABO bis zum Endstand von 32:29 nicht mehr entscheidend verkürzen.

Bottwar SG
Goebel, Mäule (im Tor)- Attaguile (1), Braunstein (2), Danner( 3), K. Döttin-ger (1), L. Döttinger (3), Hegendorf (3), Kapfenstein (11/5), Sturm, Wagner (2), Zimmermann (3)

von Carina Scholl, MBZ 18.11.2019

Den Auftritt beim Tabellennachbarn SV Kornwestheim 2 haben die Frauen 2 am vergangenen Samstag mit einer 33:26-Niederlage ordentlich versiebt. Während die Reserve-Salamander ihren Punktestand auf 6:8 erhöhten und auf den achten Platz in der Bezirksliga vorrückten, steckt die zweite Büffelgarde mit zwei mikrigen Pünktchen auf dem vorletzten Platz fest. Selbst bei einem Sieg am kommenden Wochenende wird sie auf einem Abstiegsplatz überwintern. Mehr noch: Sie läuft Gefahr, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld endgültig zu verlieren.
Ob ihnen der Unterschied zwischen Hektik und Schnelligkeit bekannt sei, wurden die HABO nach dem Spiel gefragt. Es sei kaum mitanzusehen, wie nachlässig sie die Bälle wegwerfen. Vereinzelte gute Aktionen zeigten doch, dass das Team eigentlich besser dastehen müsste.
Eigentlich. Aber wer im Spiel gefühlt 60 technische Patzer macht - pro Spielminute etwa einen - wird keine Punkte holen. Für Sie getestet. Danken Sie uns später für diese bahnbrechende Erkenntnis.
Manchmal entsteht das Gefühl, dass die HABO F2 zurzeit wortwörtlich eine Feldstudie macht, auf wie viele unterschiedliche Wege man ein Handballspiel verlieren kann. Wie wir jetzt wissen, lautet Variante 8 (aus neun Versuchen): Innerhalb kürzester Zeit mit 5:1 zurückliegen, dann bis zur 27. Spielminute bei vier bis fünf Toren Rückstand tatenlos zusehen. Sich schließlich kurz vor der Halbzeitpause an die unbedingte Notwendigkeit eines Sieges erinnern. Dann herausfinden, dass es gegen den Bezirksklasse-Aufsteiger genügt, sich zweieinhalb Minuten am Riemen zu reißen, um auf 16:14 zu verkürzen. Weil man im Kopf schon in der kuschligen Kabine ist, zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch ein richtig unnötiges Gegentor kassieren. Stand zur Pause ist also 17.14. Grüße an die Konkurrenz: Die HABO-Abwehr steht euch immer offen.
Auch in der zweiten Halbzeit immer noch keine Idee haben, wie man sich bei einer vorgezogenen Abwehrspielerin auf Halblinks verhält. In der Zwischenzeit die Gegnerinnen durch die eigene Defensive laufen lassen, als ständen da nur überdimensionale Pilonen. Innerhalb von 376 Sekunden mit 22:16 zurückliegen. Weil das in dem ein oder anderen Spiel aber schon mal vorgekommen ist, sich in der 54. Minute noch schnell zwei Zeitstrafen abholen. Absurderweise gelingen in (doppelter) Unterzahl eher Torerfolge, als bei Gleich- oder Überzahl. Aufgrund von fünf Gegentreffern in zweieinhalb Minuten beim Zwischenstand von 31:22 einer richtig peinlichen Klatsche ins Auge sehen. Dank etwas Ergebniskosmetik zum Endstand von 33:26 dann doch nur mit sieben Toren verlieren. Uff. Also, das war ja mal knapp.
Die letzte Chance auf weitere Punkte in der Hinrunde bietet das nächstwöchige Heimspiel. Ob im Duell mit dem Tabellenzweiten TV Mundelsheim die riesensupermega Überraschung glückt? Das wird sich am Samstag, 23. November, um 18:00 Uhr in der Bottwartalhalle zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt (alte Büffelweisheit)!
Für die HABO SG spielten: Arndt, Sonntag (im Tor) – Becker (4), Beiermeister (1), Eisele (3), Fröhlich (3), Löffelhardt, Nandelstaedt, Scholl (2), Tschentscher (4/4), Wagner (3), Ziegler (3), Zuddas (3),

 

von Carina Scholl

Am kommenden Samstag, den 16.11.2019 treffen die Buffalos auf den Tabellendritten des SV Kornwestheim. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle Ost in Kornwestheim.


„Der Sieg hat uns gut getan“, weiß HABO-Trainer Timo Peter, der mit seinem Team nach langer Durststrecke endlich wieder einen doppelten Punktgewinn einfahren konnte und das vor allem vor heimischem Publikum. Nun gilt es das positive Gefühl und Wissen, dass man es noch kann, mit in die nächste Partie zu nehmen, um an den Erfolg der Vorwoche anzuknüpfen. Mit dem SV Kornwestheim erwartet Peter eine ähnlich schwere Aufgabe wie zuletzt gegen Strohgäu. „Wenn nicht sogar noch einen Tick schwerer“, lautet die Einschätzung des H-Trainers. Und diese kommt nicht von ungefähr. Nicht nur die Erinnerung an die Partien der letzten Saison, in der man zweimal das Nachsehen hatte, auch die momentane Tabellensituation spricht für den SVK. Die stehen nämlich mit gerade einmal einer Niederlage und 10:2 Punkten dort, wo die HABO eigentlich gerne stehen würde. „Die Bahmann-Schwestern sorgen auf den Halbpositionen ordentlich Wirbel und sind gut und gerne mal für zweistellige Tore gut. Da muss unsere Abwehr konsequent dagegenhalten“ warnt Peter vor dem dynamischen Duo, weiß aber auch, „dass man mindestens 25 Tore werfen muss, um in Kornwestheim gewinnen zu können“. Die Voraussetzungen dafür stehen zumindest personell 50:50. Linda Zimmermann und Saskia Kapfenstein waren unter der Woche krank , dafür ist Miriana Attaguile jedoch wieder mit von der Partie.

Auf bittere Art und Weise mussten die Frauen 2 am vergangenen Sonntagnachmittag erfahren, dass eine gute erste Halbzeit nichts bringt, wenn man in der zweiten wieder in alte Muster verfällt. Zeitweise deutlich führend, verloren sie gegen die HSG Marbach-Rielingshausen mit 30:33.
Da zurzeit alle über HABO-Heimsiege sprechen: Die Frauen 2 hatten auch noch keinen. Es dürfte ihnen jedoch angesichts der, sagen wir mal vorsichtig, subobtimalen Tabellensituation relativ wurscht sein, ob sie die dringend benötigten Punkte nun in Großbottwar, Kleinbottwar oder Untertupfingen holen.
Bis auf Kreisläuferin Yvette Leißa und Torhüterin Verena Sonntag (beide krank) war der Kader komplett. Um Nicole Arndt alias Bärbel alias Glitzer-Frisi (seit neustem) im Fall der Fälle im Kasten ablösen zu können, zog Feldspielerin Alexandra Ziegler deshalb die alten Torwart-Hosen wieder an. Doch Bärbel hielt glänzend. Überhaupt spielten alle am Anfang ganz gut. Zwar geriet die HABO erst mit 0:2 beziehungsweise 1:3 ins Hintertreffen, dann fand sie aber in die Partie. Corinna Beiermeister brachte ihre Farben in der 10. Minute erstmals mit 4:3 in Front. Einmal noch egalisierten die Schillerstädterinnen, dann spielte eigentlich nur noch die HABO. Dank einer soliden Abwehrleistung, einem reibungslosen Zusammenspiel im Angriff ohne Einzelaktionen und beinahe ohne technische Fehler (ja, tatsächlich. Wenig technische Fehler in der ersten Hälfte. Wahnsinn, gell? Aber freuen Sie sich nicht zu früh) gelang es den Gastgeberinnen, sich bis zur 14. Minute auf 8:4 abzusetzen. In der 21. Minute führten sie dann sogar mit 11:6. Daraufhin stellte die HSG auf eine 5:1-Abwehr um und verkürzte so bis zur 26. Minute auf 12:10. Nach einer kurzen Orientierungsphase bemerkte die HABO die gelb-blauen Scheunentore, die sich durch die vorgezogenen Abwehrspielerin auf den Halbpositionen auftaten, sodass es 90 Sekunden vor der Pause wieder 16:11 stand. Weil eine Halbzeitführung mit fünf Toren aber einfach zu schön gewesen wäre, machte sie noch kurz zwei technische Fehler, was Marbach mit zwei schnellen Toren zum 16:13 bestrafte. Aber immerhin. Selbst mit drei Toren Vorsprung war man in dieser Saison noch nie in die Kabinen gegangen. Das ließ hoffen.
Dann kam alles anders. Nach Wiederanpfiff war die HABO wieder ganz die Alte: Ballverluste noch und nöcher, keine Dynamik mehr im Angriff, Fehlwürfe vom feinsten. Außerdem stimmte es im Zentrum der Abwehr plötzlich überhaupt nicht mehr, sodass die Gäste entweder in der Mitte regelrecht durchspazierten oder über den linken Flügel abräumten. Resultat: HSG-Rückraumspielerin Theresa Duffner hatte am Ende 10 Tore auf dem Konto, HSG-Linksaußen Sina Weller sogar 13 Tore, inklusive vier Siebenmeter-Treffer. Die beiden sorgten quasi im Alleingang für den Ausgleich zum 18:18 (36). Obwohl der Rückstand lange Zeit nur ein oder zwei Tore betrug, schaffte es die HABO nicht, wieder den Schalter umzulegen. So konnten sich ihre Gäste kontinuierlich auf 27:32 bis zur 56. Minute absetzten. Die drei Tore zum 30:33-Endstand waren nur noch Ergebniskosmetik. Natürlich war die Enttäuschung riesengroß. Aus Angst, die Partie doch noch zu verlieren, hatten sich die in Führung liegenden Bottwartälerinnen selbst ein Bein gestellt. Weil das Selbstvertrauen völlig fehlt, konnten sie den Führungsverlust mental dann nicht wegstecken. Deshalb war die Niederlage in den Köpfen beim Ausgleich zum 18:18 eigentlich schon besiegelt, obwohl noch überhaupt nichts verloren war.
Jetzt ist guter Rat teuer. Es bleiben nur noch zwei Hinrundenspiele, um das klägliche Punktekonto aufzufüllen. Die beste Gelegenheit bietet sich dafür am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim SV Kornwestheim. Anpfiff in der Sporthalle Ost ist um 14 Uhr.

Gegen den TSV Schmiden 2 gelang den Landesliga-Handballern am Samstag-abend mit 32:24 der lang ersehnte erste Heimsieg.

Im fünften Anlauf hat es endlich ge-klappt. Dank einer grandiosen ersten Halbzeit leuchtete ein 32:24-Endstand von der Anzeigetafel der heimischen Bottwartalhalle. Ganz perfekt war der Auftritt gegen die zweite Garde des TSV Schmiden zwar nicht, HABO-Coach Jürgen Buck war dennoch mehr als zufrieden. „Wir wollten diesen Heimsieg unbedingt. Dass es am Ende geklappt hat, steht heute über allem.“
Tatsächlich war ganz klar, wer der Herr im Haus sein wollte. Die HABO-Buffalos scharten von der ersten Spielminute an mit den Hufen, kommunizierten untereinander lautstark. Folgerichtig gingen sie mit 2:0 in Führung. Die „Pumas“ vom TSV hingegen machten nur einen kleinen Katzenbuckel. Zweimal schepperte das Aluminum, der halbrechte Marvin Züfle ließ noch einen Unterarmknaller ins lange Eck heraus. Dann fegte die Büf-felherde aus dem Bottwartal mit einem 6:0-Lauf über sie hinweg. Erst in der 15. Spielminute gelang dem TSV der zweite Treffer. Zeitweise rührte die HABO-Abwehr nämlich Beton an, allen voran der Mittelblock aus Benedikt Wel-ler und Kai Klumpp. Das beobachtete auch Jürgen Buck: „Insbesondere in der ersten Halbzeit sind wir sehr effektiv in der Abwehr gestanden, was mit elf Minuten ohne Gegentor belohnt wurde. Im Angriff haben wir dann konsequent ge-spielt. Technische Fehler gab es von uns kaum.“ Das Angriffsspiel seines Teams war an diesem Abend wirklich wie aus einem Guss. Nach Ballgewinnen in der Defensive ging‘s rasant nach vorne, Positionsangriffe brauchte es kaum. Schmidens Plan, den wieder genesenen Spielmacher Jonathan Siegler in eigener Überzahl in Manndeckung zu nehmen, wurde so meist im Keim erstickt. Kam die HABO-Maschinerie doch einmal ins Stocken, wussten quirlige Spieler wie etwa der sechsfache Tor-schütze Max Körner die großen Räume zu nutzen. Folgerichtig war die Partie nach dieser nahezu perfekten ersten Halbzeit mit einem Spielstand von 17:9 eigentlich schon entschieden. Trotzdem hätte sich Jürgen Buck auch nach der Pause ein ähnlich kompromissloses Auf-treten gewünscht. „Wir sind etwas aus dem Rhythmus gekommen. Vier, fünf Chan-cen haben wir ganz frei liegengelassen. Zum Glück haben wir in der Schlussphase wieder Zugriff bekommen. Speziell in den letzten acht Minuten war es wieder der Angriffshandball der ersten Hälf-te“, analysierte er kritisch. Auch mit der Erfolgsquote vom Siebenmeterstrich dürfte er nicht ganz zufrieden sein. Nur die Hälfte der sechs gewährten Strafwürfe verwandelten seine Schützen.
All das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau. Die Chancenverwertung tat der Freude über den Sieg keinen Abbruch, ebenso wenig wie der letzte Streich von Schmidens Marvin Züfle, der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Partie war. In allerletzter Sekunde zog er nochmal knapp hinter der Mittellinie ab. Dass das Geschoss haargenau im Win-kel einschlug, ging im Siegesjubel der HABO völlig unter.

Bottwar SG
Wien, Zügel (im Tor) - Eckstein (4), Gohl (2/2), Fähnle (5), Kerner (6), Klumpp (3), Mustata (2), Leistner (1), Rempfer (1), Schäfer (2), Siegler (5/1), Weller (1)

Carina Scholl, MBZ 11.11.19

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.