Fortsetzung der Feldstudie: Frauen 2 verlieren erneut

Den Auftritt beim Tabellennachbarn SV Kornwestheim 2 haben die Frauen 2 am vergangenen Samstag mit einer 33:26-Niederlage ordentlich versiebt. Während die Reserve-Salamander ihren Punktestand auf 6:8 erhöhten und auf den achten Platz in der Bezirksliga vorrückten, steckt die zweite Büffelgarde mit zwei mikrigen Pünktchen auf dem vorletzten Platz fest. Selbst bei einem Sieg am kommenden Wochenende wird sie auf einem Abstiegsplatz überwintern. Mehr noch: Sie läuft Gefahr, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld endgültig zu verlieren.
Ob ihnen der Unterschied zwischen Hektik und Schnelligkeit bekannt sei, wurden die HABO nach dem Spiel gefragt. Es sei kaum mitanzusehen, wie nachlässig sie die Bälle wegwerfen. Vereinzelte gute Aktionen zeigten doch, dass das Team eigentlich besser dastehen müsste.
Eigentlich. Aber wer im Spiel gefühlt 60 technische Patzer macht - pro Spielminute etwa einen - wird keine Punkte holen. Für Sie getestet. Danken Sie uns später für diese bahnbrechende Erkenntnis.
Manchmal entsteht das Gefühl, dass die HABO F2 zurzeit wortwörtlich eine Feldstudie macht, auf wie viele unterschiedliche Wege man ein Handballspiel verlieren kann. Wie wir jetzt wissen, lautet Variante 8 (aus neun Versuchen): Innerhalb kürzester Zeit mit 5:1 zurückliegen, dann bis zur 27. Spielminute bei vier bis fünf Toren Rückstand tatenlos zusehen. Sich schließlich kurz vor der Halbzeitpause an die unbedingte Notwendigkeit eines Sieges erinnern. Dann herausfinden, dass es gegen den Bezirksklasse-Aufsteiger genügt, sich zweieinhalb Minuten am Riemen zu reißen, um auf 16:14 zu verkürzen. Weil man im Kopf schon in der kuschligen Kabine ist, zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch ein richtig unnötiges Gegentor kassieren. Stand zur Pause ist also 17.14. Grüße an die Konkurrenz: Die HABO-Abwehr steht euch immer offen.
Auch in der zweiten Halbzeit immer noch keine Idee haben, wie man sich bei einer vorgezogenen Abwehrspielerin auf Halblinks verhält. In der Zwischenzeit die Gegnerinnen durch die eigene Defensive laufen lassen, als ständen da nur überdimensionale Pilonen. Innerhalb von 376 Sekunden mit 22:16 zurückliegen. Weil das in dem ein oder anderen Spiel aber schon mal vorgekommen ist, sich in der 54. Minute noch schnell zwei Zeitstrafen abholen. Absurderweise gelingen in (doppelter) Unterzahl eher Torerfolge, als bei Gleich- oder Überzahl. Aufgrund von fünf Gegentreffern in zweieinhalb Minuten beim Zwischenstand von 31:22 einer richtig peinlichen Klatsche ins Auge sehen. Dank etwas Ergebniskosmetik zum Endstand von 33:26 dann doch nur mit sieben Toren verlieren. Uff. Also, das war ja mal knapp.
Die letzte Chance auf weitere Punkte in der Hinrunde bietet das nächstwöchige Heimspiel. Ob im Duell mit dem Tabellenzweiten TV Mundelsheim die riesensupermega Überraschung glückt? Das wird sich am Samstag, 23. November, um 18:00 Uhr in der Bottwartalhalle zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt (alte Büffelweisheit)!
Für die HABO SG spielten: Arndt, Sonntag (im Tor) – Becker (4), Beiermeister (1), Eisele (3), Fröhlich (3), Löffelhardt, Nandelstaedt, Scholl (2), Tschentscher (4/4), Wagner (3), Ziegler (3), Zuddas (3),

 

von Carina Scholl

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