Frauen 2 weiterhin auf Formsuche

Wie viele technische Fehler passen in ein Frauen-Bezirksligaspiel? Einfache Antwort: Eine ganze Menge. Nach einem furiosen Fehler-Festival, zu dem sowohl die Gäste des TSF Ditzingen als auch die Frauen 2 der HABO beitrugen, stand am Samstagnachmittag die 30:35-Heimniederlage. So langsam wird es für das Team von Jini Zieker und Klaus Kretschmann mit lediglich zwei Punkten auf der Habenseite ungemütlich.

Es muss mit ihrer Rolle als Mutter zu tun haben, dass Jini Zieker seit dieser Saison so tiefenentspannt ist. In der Auszeit nach elf Minuten, als es gerade 1:3 stand, gab es nur ein genervtes „Wollt ihr mich eigentlich verarschen?“ Und auch im weiteren Verlauf der Partie blieb sie relativ gelassen. Dabei leistete sich die HABO zu viele technische Fehler im Angriff und zu viel Passivität in der Abwehr. Da können die Spielerinnen wirklich froh sein, dass ihre Trainerin zurzeit Besseres zu tun hat, als sich über ihre dusselige Handballmannschaft aufzuregen.
Das Ärgerliche ist ja nach wie vor, dass die HABO es eigentlich besser kann. Streckenweise war das auch in diesem Spiel zu beobachten: Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 3:7 (15.) gewöhnte sich die HABO an die offensive Abwehr, wurde mutiger und ging konsequenter in die Eins-gegen-eins-Situationen. Deshalb schafften die Gastgeberinnen in der 22. Minute auch den Ausgleich: Annika Tschentscher traf vom Siebenmeterstrich zum 8:8. Die zackige Ditzinger Mittespielerin Shely Dogra hatte aber so gar keine Lust auf einen Führungswechsel und traf kurz darauf dreimal in Folge, weil die HABO glaubte, sich auf ihren jüngst geernteten Lorbeeren ausruhen zu können. Mir nichts, dir nichts stand es bis zur Halbzeit wieder 11:14.
Weil die Bottwartälerinnen gesehen hatten, dass hier eigentlich durchaus die Revanche für das unglücklich verlorene Pokalspiel gelingen könnte, stapften sie selbstbewusst aus der Kabine, gewillt, das Spiel zu drehen. Pustekuchen. Ditzingen erhöhte stattdessen rasch auf 11:16 (32.). Zwar war die HABO jetzt deutlich angriffslustiger, aber die schwache Abwehrleistung wurde halt nicht besser. Daran änderte auch die Entscheidung des Trainergespanns, die Halbspieler mit einer 4:2-Abwehr aus dem Spiel zu nehmen, nichts. Infolgedessen konnte sich die HABO trotz vieler einfacher Treffer zu keiner Zeit auf mehr als vier Tore annähern. Meist lag sie sogar mit fünf oder sechs Zählern zurück. Als endlich abgepfiffen wurde, stand es gerade 30:35. Selbst wenn die Partie bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag weiter gegangen wäre –zumindest an diesem Tag wäre kein Punktgewinn mehr drin gewesen. Wie gut, dass es ein Rückspiel gibt.

Gleich am Wochenende kann man versuchen, es wiedergutzumachen. Das dürfte gegen den TSV Bönnigheim zwar nicht einfach werden, aber mit ein bisschen mehr Konzentration, ist da sicher etwas Zählbares drin. Anpfiff ist in der Bönnigheimer Schulsporthalle um 18 Uhr.

Für die HABO spielten: Arndt, Kogel (im Tor) – Beiermeister, Bernhardt (3), Kachelmuß (4), Leißa (3), Löffelhardt (2), Nandelstaedt (1), Scholl (7), Tschentscher (3/3), Wagner (3), Ziegler (1), Zuddas (3),

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