Im letzten Spiel der Hinrunde gelang es den Frauen 2 trotz guter Leistung nicht, wichtige Punkte in der Kleinbottwarer Bottwartalhalle zu behalten. Gegen den TV Mundelsheim setzte es mit 25:29 die neunte Niederlage dieser Saison.
Ohne Stefanie Kachelmuß, Yvette Leißa, Annika Tschentscher oder Verstärkung aus der A-Jugend, dafür aber mit Julia Grebing, Stefanie Schmieder und Jasmin Körner aus der dritten beziehungsweise ersten Damenmannschaft empfing die Landesligareserve am vergangenen Samstag den Tabellenzweiten von der Neckarschlaufe. Für die HABO war die Partie die letzte Möglichkeit der Hinrunde, zu punkten.
Leider nahmen die Gäste recht schnell die Zügel in die Hand. Zwar ließ die HABO-Abwehr kaum Durchbrüche zu, fing sich jedoch immer wieder empfindliche Schlagwürfe aus zweiter Reihe ein. Das eigene Angriffsspiel war hingegen viel zu statisch. Als es nach knapp zwanzig Minuten 5:10 stand, entschied sich das Trainergespann Zieker/ Kretschmann im Angriff auf zwei Kreisläuferinnen umzustellen. Prompt lief bei den Mundelsheimerinnen nicht mehr viel zusammen. Immer wieder kam die HABO über den Kreis oder über die Außenpositionen zu Torerfolgen. Dass die beiden Kreisläuferinnen Jasmin Körner und Sabrina Nandelstaedt beim TV Großbottwar zusammengespielt hatten, merkte man an der guten Arbeit, die sie im Mittelblock leisteten. Was jetzt noch an Schlagwürfen aufs Tor kam, konnte Nicole Arndt daher problemlos parieren. Insgesamt fiel dem TVM in dieser Phase nur recht wenig ein, lediglich ihre Torhüterin Jasmin Gerlach verhinderte, dass bis zur Halbzeit der Ausgleichstreffer noch nicht gefallen war und es stattdessen 9:11 stand. In zehn Minuten hatte die HABO nur noch ein Gegentor hinnehmen müssen.
Um nicht ausrechenbar zu werden, agierte die HABO nach der Pause zunächst wieder nur mit einer Kreisläuferin. Eigentlich war das Momentum jetzt auf Seiten der Heimmannschaft: Die technischen Fehler machte der Gegner, die Abwehr war eingestellt, im Angriff hatte man Mittel und Wege gefunden. Doch die HABO verfiel wieder in alte Muster. Aufgrund mehrerer technischer Fehler und überhasteten Würfen aus dem Rückraum erhöhten die Gäste innerhalb von vier Minuten wieder auf 10:14 sowie drei schnellen Gegentoren in Folge, konnten die Gäste innerhalb von drei Minuten wieder auf 10:14. Die erneute Umstellung auf zwei Kreisläufer konnte nicht verhindern, dass der TVM zu seinem Spiel zurückfand. Mit vielen Treffern aus der ersten und zweiten Welle und einer soliden Torhüterleistung konnten sie ihre Vier-Tore-Führung verteidigen. Eine Zeitstrafe gegen Jasmin Körner nutzten sie dann, um sich auf 16:23 bis zur 46. Minute abzusetzen. Die HABO zeigte nochmal eine Reaktion, als sie bis zur 54. Minute abermals auf 22:25 verkürzte, doch der Tabellenzweite war zu clever, um sich den 25:29-Auswärtssieg noch nehmen zu lassen.
Jetzt ist noch nicht mal Weihnachten, und trotzdem brennt bei der zweiten HABO-Mannschaft schon der Baum. Mit einem Punkteverhältnis von 2:18 überwintert sie auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zwar zeigte die gute Leistung im letzten Hinrundenspiel, was möglich ist, davon kann sie sich allerdings auch nichts kaufen. Gelingt es in der Rückrunde nicht, unmittelbar den Schalter umzulegen, wird der Abstieg nur schwer zu verhindern sein. Bis es am 12. Januar 2020 um 17 Uhr zu Gast bei der HSG Neckar weitergeht, kann sie die mehr als nur verkorkste Hinrunde abhaken und neue Kräfte für den Abstiegskampf sammeln.
Für die HABO 2 spielten: Arndt, Sonntag (im Tor)- Beiermeister (3), Bernhardt (1), Fröhlich (2/1), Grebing, Körner (2), Löffelhardt (3/2), Nandelstaedt (1), Schmieder, Scholl (7), Wagner (2), Ziegler (2), Zuddas (2)

 

von Carina Scholl

Den Auftritt beim Tabellennachbarn SV Kornwestheim 2 haben die Frauen 2 am vergangenen Samstag mit einer 33:26-Niederlage ordentlich versiebt. Während die Reserve-Salamander ihren Punktestand auf 6:8 erhöhten und auf den achten Platz in der Bezirksliga vorrückten, steckt die zweite Büffelgarde mit zwei mikrigen Pünktchen auf dem vorletzten Platz fest. Selbst bei einem Sieg am kommenden Wochenende wird sie auf einem Abstiegsplatz überwintern. Mehr noch: Sie läuft Gefahr, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld endgültig zu verlieren.
Ob ihnen der Unterschied zwischen Hektik und Schnelligkeit bekannt sei, wurden die HABO nach dem Spiel gefragt. Es sei kaum mitanzusehen, wie nachlässig sie die Bälle wegwerfen. Vereinzelte gute Aktionen zeigten doch, dass das Team eigentlich besser dastehen müsste.
Eigentlich. Aber wer im Spiel gefühlt 60 technische Patzer macht - pro Spielminute etwa einen - wird keine Punkte holen. Für Sie getestet. Danken Sie uns später für diese bahnbrechende Erkenntnis.
Manchmal entsteht das Gefühl, dass die HABO F2 zurzeit wortwörtlich eine Feldstudie macht, auf wie viele unterschiedliche Wege man ein Handballspiel verlieren kann. Wie wir jetzt wissen, lautet Variante 8 (aus neun Versuchen): Innerhalb kürzester Zeit mit 5:1 zurückliegen, dann bis zur 27. Spielminute bei vier bis fünf Toren Rückstand tatenlos zusehen. Sich schließlich kurz vor der Halbzeitpause an die unbedingte Notwendigkeit eines Sieges erinnern. Dann herausfinden, dass es gegen den Bezirksklasse-Aufsteiger genügt, sich zweieinhalb Minuten am Riemen zu reißen, um auf 16:14 zu verkürzen. Weil man im Kopf schon in der kuschligen Kabine ist, zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch ein richtig unnötiges Gegentor kassieren. Stand zur Pause ist also 17.14. Grüße an die Konkurrenz: Die HABO-Abwehr steht euch immer offen.
Auch in der zweiten Halbzeit immer noch keine Idee haben, wie man sich bei einer vorgezogenen Abwehrspielerin auf Halblinks verhält. In der Zwischenzeit die Gegnerinnen durch die eigene Defensive laufen lassen, als ständen da nur überdimensionale Pilonen. Innerhalb von 376 Sekunden mit 22:16 zurückliegen. Weil das in dem ein oder anderen Spiel aber schon mal vorgekommen ist, sich in der 54. Minute noch schnell zwei Zeitstrafen abholen. Absurderweise gelingen in (doppelter) Unterzahl eher Torerfolge, als bei Gleich- oder Überzahl. Aufgrund von fünf Gegentreffern in zweieinhalb Minuten beim Zwischenstand von 31:22 einer richtig peinlichen Klatsche ins Auge sehen. Dank etwas Ergebniskosmetik zum Endstand von 33:26 dann doch nur mit sieben Toren verlieren. Uff. Also, das war ja mal knapp.
Die letzte Chance auf weitere Punkte in der Hinrunde bietet das nächstwöchige Heimspiel. Ob im Duell mit dem Tabellenzweiten TV Mundelsheim die riesensupermega Überraschung glückt? Das wird sich am Samstag, 23. November, um 18:00 Uhr in der Bottwartalhalle zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt (alte Büffelweisheit)!
Für die HABO SG spielten: Arndt, Sonntag (im Tor) – Becker (4), Beiermeister (1), Eisele (3), Fröhlich (3), Löffelhardt, Nandelstaedt, Scholl (2), Tschentscher (4/4), Wagner (3), Ziegler (3), Zuddas (3),

 

von Carina Scholl

Auf bittere Art und Weise mussten die Frauen 2 am vergangenen Sonntagnachmittag erfahren, dass eine gute erste Halbzeit nichts bringt, wenn man in der zweiten wieder in alte Muster verfällt. Zeitweise deutlich führend, verloren sie gegen die HSG Marbach-Rielingshausen mit 30:33.
Da zurzeit alle über HABO-Heimsiege sprechen: Die Frauen 2 hatten auch noch keinen. Es dürfte ihnen jedoch angesichts der, sagen wir mal vorsichtig, subobtimalen Tabellensituation relativ wurscht sein, ob sie die dringend benötigten Punkte nun in Großbottwar, Kleinbottwar oder Untertupfingen holen.
Bis auf Kreisläuferin Yvette Leißa und Torhüterin Verena Sonntag (beide krank) war der Kader komplett. Um Nicole Arndt alias Bärbel alias Glitzer-Frisi (seit neustem) im Fall der Fälle im Kasten ablösen zu können, zog Feldspielerin Alexandra Ziegler deshalb die alten Torwart-Hosen wieder an. Doch Bärbel hielt glänzend. Überhaupt spielten alle am Anfang ganz gut. Zwar geriet die HABO erst mit 0:2 beziehungsweise 1:3 ins Hintertreffen, dann fand sie aber in die Partie. Corinna Beiermeister brachte ihre Farben in der 10. Minute erstmals mit 4:3 in Front. Einmal noch egalisierten die Schillerstädterinnen, dann spielte eigentlich nur noch die HABO. Dank einer soliden Abwehrleistung, einem reibungslosen Zusammenspiel im Angriff ohne Einzelaktionen und beinahe ohne technische Fehler (ja, tatsächlich. Wenig technische Fehler in der ersten Hälfte. Wahnsinn, gell? Aber freuen Sie sich nicht zu früh) gelang es den Gastgeberinnen, sich bis zur 14. Minute auf 8:4 abzusetzen. In der 21. Minute führten sie dann sogar mit 11:6. Daraufhin stellte die HSG auf eine 5:1-Abwehr um und verkürzte so bis zur 26. Minute auf 12:10. Nach einer kurzen Orientierungsphase bemerkte die HABO die gelb-blauen Scheunentore, die sich durch die vorgezogenen Abwehrspielerin auf den Halbpositionen auftaten, sodass es 90 Sekunden vor der Pause wieder 16:11 stand. Weil eine Halbzeitführung mit fünf Toren aber einfach zu schön gewesen wäre, machte sie noch kurz zwei technische Fehler, was Marbach mit zwei schnellen Toren zum 16:13 bestrafte. Aber immerhin. Selbst mit drei Toren Vorsprung war man in dieser Saison noch nie in die Kabinen gegangen. Das ließ hoffen.
Dann kam alles anders. Nach Wiederanpfiff war die HABO wieder ganz die Alte: Ballverluste noch und nöcher, keine Dynamik mehr im Angriff, Fehlwürfe vom feinsten. Außerdem stimmte es im Zentrum der Abwehr plötzlich überhaupt nicht mehr, sodass die Gäste entweder in der Mitte regelrecht durchspazierten oder über den linken Flügel abräumten. Resultat: HSG-Rückraumspielerin Theresa Duffner hatte am Ende 10 Tore auf dem Konto, HSG-Linksaußen Sina Weller sogar 13 Tore, inklusive vier Siebenmeter-Treffer. Die beiden sorgten quasi im Alleingang für den Ausgleich zum 18:18 (36). Obwohl der Rückstand lange Zeit nur ein oder zwei Tore betrug, schaffte es die HABO nicht, wieder den Schalter umzulegen. So konnten sich ihre Gäste kontinuierlich auf 27:32 bis zur 56. Minute absetzten. Die drei Tore zum 30:33-Endstand waren nur noch Ergebniskosmetik. Natürlich war die Enttäuschung riesengroß. Aus Angst, die Partie doch noch zu verlieren, hatten sich die in Führung liegenden Bottwartälerinnen selbst ein Bein gestellt. Weil das Selbstvertrauen völlig fehlt, konnten sie den Führungsverlust mental dann nicht wegstecken. Deshalb war die Niederlage in den Köpfen beim Ausgleich zum 18:18 eigentlich schon besiegelt, obwohl noch überhaupt nichts verloren war.
Jetzt ist guter Rat teuer. Es bleiben nur noch zwei Hinrundenspiele, um das klägliche Punktekonto aufzufüllen. Die beste Gelegenheit bietet sich dafür am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim SV Kornwestheim. Anpfiff in der Sporthalle Ost ist um 14 Uhr.

Total blamiert haben sich die Frauen II am vergangenen Samstag, als sie zuhause dem TV Aldingen mit 18:22 unterlagen. Die Niederlage war nach dem kopflosen und unambitionierten Auftritt mehr als verdient, ebenso wie die daraus resultierende Ankunft im Tabellenkeller.

Vorneweg ein gut gemeinter Tipp für den Leser: Dieser Frauen-II-Spielbericht unterscheidet sich nur geringfügig von den anderen. Wenn Sie etwas Neues erfahren möchten, lesen Sie doch lieber die Berichte der anderen Mannschaften, werfen Sie einen Blick in eine Tageszeitung oder unterhalten Sie sich mit ihrer neugierigen Nachbarin. Aber angesichts des erneut ähnlichen Spielgeschehens ist hier einfach nicht mehr drin als das übliche Genörgel.

Natürlich fehlten Stammkräfte. Natürlich war der Druck nach dem schlechten Saisonstart groß. Und natürlich war klar, dass man den TV Aldingen nicht mit zehn Toren aus der Wunnensteinhalle schießen würde. Aber wenn man mit dem Kopf bei der Sache gewesen wäre, wenn man etwas (Bewegungs-)Bereitschaft gezeigt hätte, wenn man ein bisschen Zug zum Tor an den Tag gelegt hätte und die Bälle nicht unüberlegt weggeschmissen hätte, dann wäre da schon mehr drin gewesen. Ach, Konjunktiv, du dankbarer Modus. Was wären die Frauen 2 ohne dich? Vermutlich unbeschreiblich.
Zunächst gingen die Gäste durch die achtfache Torschützin Lena Klaus in Führung. Bis zur 13. Minute konnte die HABO mithalten, obwohl ihr bis dahin schon gefühlt zwanzig technische Fehler ohne jede Not passiert waren. Nach und nach gerieten die Bottwartälerinnen dann unter die Räder. Kaum ein Angriff endete mehr mit einem Torerfolg, was zum einen an den vielen Fehlpässen sowie der schwachen Chancenauswertung lag, zum anderen aber auch daran, dass das Spielkonzept trotz klarer Anweisungen nicht umgesetzt wurde. Mal mit bisschen Tempo auf die linke Seite, wo die Aldinger einen Angriff-Abwehr-Wechsel vornahmen? Nö. Schnelle Mitte im Allgemeinen oder beim Durchstoßen die notwendige Rückwärtsbewegung nach dem Pass machen? Ach was, viel zu anstrengend. Spielzüge, die den Rückraum in Wurfposition bringen könnten? Braucht keiner! Stattdessen setzte man lieber auf blöde Einzelaktionen, Kreisanspiele mit der Brechstange und meckerte albern gegen den Unparteiischen. Als es in die Kabinen ging, um sich den verdienten Einlauf von Trainerin Janine Zieker abzuholen, stand es daher schon 8:12. Der Weckruf fruchtete leider nicht. Es wurde sogar noch schlimmer: Weitere neun Minuten ohne Tor erbrachten einen 8:15-Rückstand. In den folgenden Minuten spielte die alarmierte HABO tatsächlich etwas druckvoller und leistete sich für ihre Verhältnisse wenige technische Fehler, sodass sie auf 12:15 (46.) verkürzen konnte. Dann aber verfiel sie wieder in alte Muster. Freundlich warfen sie den Gästen die Bälle in die Arme. Auch in der Defensive, die bis dahin ganz okay gewesen war, zeigten sie sich in dieser Phase etwas schnarchnasig. Ein deutlicherer Rückstand mit zeitweise sieben Toren war das Resultat. Immerhin gelang bis zum Schlusspfiff noch etwas Ergebniskosmetik zum 18:22-Endstand.

Nach diesem Wochenende fand sich die HABO II im Tabellenkeller wieder: Unter Betrachtung der Minuspunkte ist sie mit einem 2:10- Punkteverhältnis Bezirksligaschlusslicht. Gegen Tabellennachbar TSV Asperg muss sie deshalb am kommenden Samstag endlich mal den Schalter umlegen und beweisen, dass sie nicht absteigen möchte. Anpfiff ist in der Rundsporthalle in Asperg um 17 Uhr.

Für die HABO spielten: Sonntag (im Tor) – Beiermeister, Bernhardt, Danner (3), Fröhlich (4/3), Kachelmuß, Leißa (3), Nandelstaedt (3), Scholl (3), Tschentscher, Wagner (2), Ziegler

 

von Carina Scholl

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