Am kommenden Sonntag trifft die 1. Frauenmannschaft der HABO SG auf den Aufsteiger der HSG Lauffen-Neipperg. Anpfiff ist am 24.11.2019 um 14.45 Uhr in der Wunnensteinhalle in Großbottwar.


Wieder gut gekämpft, aber am Ende knapp verloren. So lautet das Fazit aus der vergangenen Partie gegen den SV Kornwestheim. Zwar musste sich die HABO am Schluss mit drei Toren geschlagen geben, Timo Peter war jedoch zumindest mit der Angriffsleistung seines Teams zufrieden. „Wenn wir es jetzt noch schaffen, an einem Tag alle Parameter, Abwehr, Angriff und Fehlerquote zusammen abzurufen, wären wir endlich da, wo wir eigentlich hinwollen.“ erklärt der HABO-Trainer. Ein guter Tag, um all diese Forderungen umzusetzen steht am Sonntag an, denn wenn die HABO nicht ganz im Tabellenkeller ankommen möchte, ist punkten Pflicht. „Lauffen hat bisher lediglich eine Partie gewonnen und das gegen Nordheim. Alles andere als zu Hause die Punkte zu holen, zählt diesmal nicht.“ gibt Peter klar vor, auch wenn er weiß, dass dies kein Selbstläufer werden wird. „Lauffen spielt meist mit zwei großgewachsenen Kreisläufern, da muss die Absprache zu hundert Prozent stimmen, sonst bekommen wir die Würfe aus der Nahdistanz“, legt Peter den Fokus am Sonntag auf eine gut funktionierenden Abwehr, die in seinen Augen auch den Unterschied ausmachen wird. Verzichten muss das Team auf Jessica Goebel, die beruflich verhindert ist, außerdem lagen gleich mehrere Spielerinnen unter der Woche mit Grippe im Bett. „Wer also wie am Wochenende spielt und vor allem fit ist, wird sich wohl erst spontan entscheiden.“ sagt der HABO-Coach.

 Zu Gast beim SV Kornwestheim unterlagen die Landesliga-Handballerinnen der HABO am Samstagabend mit 32:29
Nach Abpfiff haderte HABO-Coach Timo Peter mit der Inkonsequenz seines Teams „Wir kommen nach frühem Rückstand so gut zurück, sind zweimal sogar an der Führung dran - und schaffen die Wende dann doch nicht.“ Tatsächlich fehlte in den entscheidenden Momenten die Durchschlagskraft. Weil die HABO die An-fangsphase verschlief, geriet sie sofort mit 5:1 (6.) ins Hintertreffen. Dann legte sie vor allem in der Abwehr einen Zahn zu, sodass Rosalie Wagner nach einem Tempogegenstoß schon in der 11. Minute zum 6:6 egalisieren konnte. Über die zweite Welle oder die schnelle Mitte gelangen immer wieder Torerfolge, im Positionsangriff lief allerdings nicht viel zusammen. Hier passierten viele technische Fehler, hier mussten die Bottwartälerinnen immer wieder nachfassen. Trotz deutlicher Leistungssteigerung im Spielverlauf war Timo Peter aber vor allem mit der Defensivarbeit nicht zufrieden. Das Spiel mit dem Kreisläufer hätten sie einfach nicht in den Griff bekommen. „Unsere Absprache stimmt nicht. Wir entscheiden uns richtig für den Schritt nach vorne, dann ist hinten aber der Kreisläufer frei. Ähnlich ist es mit den Einläufern gewesen: Von draußen warnen wir davor, es kommt die Reaktion, aber dann reicht eine Passtäuschung, um nach außen abzuräumen“, stellte er fest.
Der SV erwies sich als die erwartet spielstarke Truppe. Geduldig ließen sie den Ball laufen und gingen solange in die Tiefe, bis eine Spielerin freigespielt war. Trotzdem konnte die HABO lange gut mithalten. Nach dem ersten Durchgang war beim Spielstand von 17:16 noch alles offen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit leisteten sich dann beide Seiten einige Unsicherheiten. Nach der 42. Minute fanden die Gastgeberinnen jedoch zu alter Sicherheit zurück, während die HABO ihre technischen Fehler nicht ab-stellen konnte. Deshalb gelang es dem SV, die 22:21-Führung innerhalb von vier Minuten auf 26:21 (46.) auszubauen. Danach konnte die HABO bis zum Endstand von 32:29 nicht mehr entscheidend verkürzen.

Bottwar SG
Goebel, Mäule (im Tor)- Attaguile (1), Braunstein (2), Danner( 3), K. Döttin-ger (1), L. Döttinger (3), Hegendorf (3), Kapfenstein (11/5), Sturm, Wagner (2), Zimmermann (3)

von Carina Scholl, MBZ 18.11.2019

Am kommenden Samstag, den 16.11.2019 treffen die Buffalos auf den Tabellendritten des SV Kornwestheim. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle Ost in Kornwestheim.


„Der Sieg hat uns gut getan“, weiß HABO-Trainer Timo Peter, der mit seinem Team nach langer Durststrecke endlich wieder einen doppelten Punktgewinn einfahren konnte und das vor allem vor heimischem Publikum. Nun gilt es das positive Gefühl und Wissen, dass man es noch kann, mit in die nächste Partie zu nehmen, um an den Erfolg der Vorwoche anzuknüpfen. Mit dem SV Kornwestheim erwartet Peter eine ähnlich schwere Aufgabe wie zuletzt gegen Strohgäu. „Wenn nicht sogar noch einen Tick schwerer“, lautet die Einschätzung des H-Trainers. Und diese kommt nicht von ungefähr. Nicht nur die Erinnerung an die Partien der letzten Saison, in der man zweimal das Nachsehen hatte, auch die momentane Tabellensituation spricht für den SVK. Die stehen nämlich mit gerade einmal einer Niederlage und 10:2 Punkten dort, wo die HABO eigentlich gerne stehen würde. „Die Bahmann-Schwestern sorgen auf den Halbpositionen ordentlich Wirbel und sind gut und gerne mal für zweistellige Tore gut. Da muss unsere Abwehr konsequent dagegenhalten“ warnt Peter vor dem dynamischen Duo, weiß aber auch, „dass man mindestens 25 Tore werfen muss, um in Kornwestheim gewinnen zu können“. Die Voraussetzungen dafür stehen zumindest personell 50:50. Linda Zimmermann und Saskia Kapfenstein waren unter der Woche krank , dafür ist Miriana Attaguile jedoch wieder mit von der Partie.

Im Landesligaduell mit der bisher ungeschlagenen HSG Strohgäu 2 gelingt den Handballerinnen der HABO mit 32:29 die Überraschung.

Auf die Frage, was am Ende ausschlagge-bend für den Sieg war, sagte HABO-Coach Timo Peter zunächst nur lapidar: „Wir haben drei Tore mehr geschossen als der Gegner.“ Angesichts der völlig zerfah-renen Partie war das wohl das Einzige, was er mit Sicherheit sagen konnte. „Ich kann dieses Spiel nicht beschrei-ben. Es gab so viele Pfiffe. Jede Mann-schaft hatte gefühlt siebzig Angriffe“, ergänzte er. Tatsächlich sah die gut gefüllte Bottwartalhalle ein denkwürdi-ges, wenn auch nicht gerade hochwerti-ges Handballspiel.
Den etwas besseren Start erwischten die Gäste aus dem Strohgäu. Indem sie aus dem Rückraum einen Schlagwurf nach dem anderen in den Kasten knallten, stell-ten sie das offensive Abwehrkonzept der Hausherrinnen immer wieder in Frage. Sie selbst stellten eine 6:0 Abwehr – eine Einladung für Saskia Kapfenstein. Die ersten sechs HABO-Tore gingen alle-samt auf ihr Konto. Auch sie verbuchte der Großteil ihrer insgesamt vierzehn Treffer mit Schlagwürfen aus zweiter Reihe. Trotz ihrer guten Leistung war das Angriffsspiel in der ersten Hälfte viel zu ausrechenbar. Der Ball lief schlecht, ständig verhedderten sich die Bottwartälerinnen in Eins-gegen-Eins-Situationen. Das Resultat war ein 15:19-Rückstand zum Seitenwechsel.
In die zweite Hälfte startete die HABO dann disziplinierter. Bis zur 35. Spielminute verkürzte sie prompt auf 19:20. Dann wurde es kurios. Im Verlauf der Partie hatte sich der Unparteiische mit vielen fragwürdigen Entscheidungen ins Zentrum des Geschehens gerückt. Stattliche vierzehn Zeitstrafen verteil-te er insgesamt. In der 38. Spielminute fand dieses Verhalten seinen Höhepunkt, als plötzlich drei HABO-Spielerinnen fünf HSG-Spielerinnen gegenüberstanden - plus Torhüter. Für Timo Peter eine entscheidende Situation: „Erst waren wir in dreifacher Unterzahl, dann plötzlich in Überzahl. Ab diesem Moment hatten wir weniger Pfiffe gegen uns. Das hat uns vielleicht nochmal einen Push gegeben.“ In den letzten zwanzig Minuten lieferten sich die Teams einen spannenden Schlagabtausch, bei dem die HSG bis kurz vor Schluss immer eine Nasenlänge voraus war. Erst in der 58. Minute gelang die Wende. Zur 30:29-Führung traf – wer auch sonst – Saskia Kapfenstein. Mit zwei weiteren Treffern brachte sie den 32:29-Heimsieg schließ-lich unter Dach und Fach. Neben Kapfen-stein hob Timo Peter auch seine Torhü-terin hervor: „Alicia Mäule war zum Schluss überragend.“

Bottwar SG:
Goebel, Mäule (im Tor) – Braunstein (4), Danner, K. Döttinger, L. Döttinger (3), Hegendorf, Kapfenstein (14/1), Körner, Müller (1), Sturm, Wagner (3), Zimmermann (5/3)

von Carina Scholl, MBZ 11.11.19

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