Buffalos machen zu viele Fehler

In einem kampfbetonen und über weite Strecken hektisches Spiel muss sich die HABO SG gegen das Spitzenteam der HSG Kochertürn/Stein letztendlich knapp mit 22:23 geschlagen geben.

Hängende Köpfe, Schulterzucken, ratlose Gesichter und enttäuschte Mienen sah man nach dem Abpfiff am Samstagabend in der Wunnensteinhalle in Großbottwar. Vor allem die Tatsache, dass in dieser Partie so viel mehr für die Buffalos drin gewesen wäre, schmerzte. „Es ist schade, dass da am Ende ein Tor fehlt und wir so knapp verlieren, aber wir haben wieder zu viele technische Fehler gemacht, die uns das Genick gebrochen haben,“ resümiert Konny Baboi, deren Team diesmal von Beginn an besser in das Spiel kam, sich jedes Tor jedoch hart erarbeiten musste. „Die Abwehrreihen beider Temas haben heute einen richtig guten Job gemacht“. Es fällt diesmal schwer, den Spielverlauf wiederzugeben, da der Spielstand stets sich nur ein bis zwei Tore unterschied. Mit dem Unterschied, dass die Buffalos nur beim Stand von 8:7 (21.) in Führung waren und sonst stets einem Rückstand hinterherliefen.  Am größten war dieser Rückstand beim 13:17 (44.) und er wäre wohl schon in der ersten Halbzeit deutlich höher ausgefallen, wenn nicht Jessica Goebel im HABO-Kasten einen Sahnetag erwischt hätte und mit zahlreichen Paraden, darunter fünf parierte Siebenmeter, ihr Team im Spiel hielt. Im Angriff entwickelte sich ein zähes und vor allem sehr körperbetontes Spiel mit zahlreichen Unterbrechungen und Zweiminutenstrafen, die den Spielfluss vor allem auf Seiten der Gastgeberinnen immer wieder unterbrachen. Entscheidend für den Ausgang der Partie war wohl die Tatsache, dass die Buffalos allein in der Schlussviertelstunde vier Zeitstrafen kassierten und somit in der entscheidenden Phase fast ausschließlich in Unterzahl agierten. „Wir standen hinten gut, haben ordentlich zugelangt und sind demnach auch das ein oder andere Mal zu spät gekommen. Die Abwehr war aber wieder nicht ausschlaggeben, uns fehlen vorne die Bewegung, die einfachen Tore aus der ersten und zweiten Welle und dem Rückraum. Wenn wir hinten den Ball mal erobern konnten, haben wir ihn im Aufbau wieder zu fahrlässig weggeworfen,“ ärgert sich Baboi über die vielen Fehler im Aufbauspiel ihres Teams. Nach dem angesprochenen 13:17-Rückstand erwachte jedoch der Kampfgeist der Buffalos und angetrieben von Kreisläuferin Feride Günsoy, die nicht nur Räume für ihre Rückraumspielerinnen schuf, sondern selbst auch all ihre fünf Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte, holte die HABO bis zum Stand von 21:22 drei Minuten vor dem Ende auf. Der Ausgleich wollte in Unterzahl jedoch nicht mehr fallen, sodass Ann-Kathrin Kapfenstein 30 Sekunden vor dem Ende nur noch das 22:23 erzielen konnte, während die HSG im letzten Angriff alle Zeit der Welt hatte, um die wichtigen zwei Punkte über die Zeit zu bringen. „Natürlich sind wir sehr enttäuscht, weil der Saisonstart nun nicht so lief, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Aber wir müssen einfach weiter von Spiel zu Spiel in unseren Rhythmus und zu unserer alten Stärke finden,“ gibt sich Baboi weiter kämpferisch.

HABO SG: Goebel, Lüders – Single, Ziegler (6/3), Zimmermann (3), Danner (3), Schäufele, Weigel, Wagner (3), Leipold, Körner (1), Günsoy (5), Kapfenstein (1)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.