Holpriger Start in die neue Runde

Am Samstagabend trennten sich die Landesligahandballerinnen der HABO SG beim ersten Spiel der Saison unentschieden vom TSV Bönnigheim II.

Es war das befürchtete erste Aufeinandertreffen nach einer langen Wettkampfpause, das beiden Teams deutlich anzumerken war. Nervosität, eine hohe Fehlerquote und wenige Tore prägten von Beginn an die Partie. „Ich hatte es ja schon gesagt, das Team, das schneller in sein Spiel findet und die Nervosität ablegen kann, wird gewinnen. Keines der Teams hat das über die 60 Minuten geschafft, weshalb das Spiel wohl letztendlich unentschieden ausgegangen ist,“ erklärt SG-Trainerin Konny Baboi. Dass an diesem Samstagabend nicht allzu viele Tore bejubelt werden können, zeichnete sich bereits nach wenigen Minuten ab. Lange acht Minuten mussten die HABO-Fans auf den ersten Treffer ihres Teams durch Rosi Wagner zum 4:1 warten, als Baboi sechs Minuten später eine Auszeit nahm, leuchtete immer noch dieses 4:1 von der Anzeigetafel. „Wir haben im Angriff leider viel zu unvorbereitet und hektisch agiert, viele Fehlwürfe gehabt und mir hat die Bewegung gefehlt. Das ist aber nach der Auszeit wirklich besser geworden,“ sagt Baboi, deren Team sich bis zur 25. Minute endlich mit 8:12 absetzen konnte. Der Knoten schien geplatzt, der HABO-Express rollte endlich, kam aber genau so schnell wieder zum stoppen, als Franziska Ziegler nach einer relativ normalen Abwehrreaktion auf der Außenbahn eine direkte Rote Karte sah. „Es gibt leider diese neue Regel, dass der Abwehrspieler beim Wurf des Angreifers von Außen nicht in der Bewegung sein darf. Man hat erst in der Zeitlupe auf dem Video gesehen, dass Franzi klar stand.“ kommentierte Baboi die Szene. Da der Schiedsrichter diese Zeitlupe nicht kannte, musste die bis dahin vierfache Torschützin auf der Tribüne platznehmen. Nur drei Minuten später ereilte die Außenspielerin der Gastgeberinnen das selbe Schicksal. Insgesamt wurde eine zähe und fahrige erste Halbzeit mit einer knappen 12:13 Führung für die Buffalos beendet.

Die zweite Halbzeit versprach dann keine Besserung, aber zumindest deutlich mehr Spannung, denn keines der Teams konnte sich absetzen. Ann-Kathrin Kapfenstein traf für die Buffalos zu einer letztmaligen 14:16 (36.) Führung, danach ging es jeweils ein Tor hin und her. Zwar hatte die HABO am Ende noch eine Auszeit, konnte die Schlusssekunden jedoch nicht mehr für den Siegtreffer nutzen. So blieb es bei einem leistungsgerechten 23:23. „Wir konnten zu keiner Zeit unsere Nervosität ablegen, sind nicht in unser schnelles Spiel gekommen, weil der TSV wirklich gut zurück gelaufen ist. Mit der Abwehr – und Torhüterleistung kann man zufrieden sein, im Angriff kamen wir leider nicht ins Spiel. Es war ein schlechtes Angriffsspiel von beiden Mannschaften, das keinen wirklichen Sieger verdient hätte.“ sieht Baboi in dem Unentschieden ein faires, wenn am Ende auch enttäuschendes Ergebnis.

HABO SG: Goebel, Lüders – Ziegler (4), Zimmermann (3), Danner (4/2), Schäufele (2), Weigel, Wagner (2), Leipold (2), Günsoy (1), Pohl, Kapfenstein (5).

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