Die Landesliga-Handballerinnen aus dem Bottwartal gewinnen beim TV Mundelsheim mit 36:18 (18:11) und bleiben Spitzenreiter HSG Heilbronn auf den Fersen. 

Dass die Landesliga-Handballerinnen der HABO SG im Nachbarschaftsduell am Sonntagnachmittag beim TV Mundelsheim die Favoritenrolle innehaben würden, das zeigte schon die Ausgangsposition: Während die HABO in der laufen-
den Landesliga-Spielzeit nur eine Niederlage zu verzeichnen hat, kam der TVM bislang nur auf einen Sieg. Den gab’s jüngst in der
Vorwoche gegen das Schlusslicht HB Ludwigsburg II, was der sportlich sonst so gebeutelten Mundelsheimer Mannschaft nun

durchaus Auftrieb verschaffte: Gegen die HABO trat das Team in den flotten Anfangsminuten mutig auf. Gleich vier Führungen bis zum Stand von 4:3 (5.). waren die Folge.

Anschließend wurden die Gäste in der Käsberghalle ihrer Rolle aber immer mehr gerecht. Bis zur 20. Minute zog die HABO be-
reits auf 11:7 davon und zwang TVM-Coach Mark Eisele zur Auszeit. Das änderte nichts daran, dass die HABO ihren Vorsprung ausbaute – bis zur Pause auf 18:11. „Wir sind
nicht so gut reingekommen, und Mundelsheim hat das am Anfang super gemacht“, sagt HABO-Trainerin Kornelia Baboi. Der
Gegner habe den Vorteil gehabt, vergangene Woche bereits gespielt zu haben, während ihre Mannschaft aus der Winterpause kam. Am Ende war sie mit dem klaren Sieg rundum zufrieden. „Das erste Spiel war wichtig, um wieder richtig reinzukommen.Und in der zweiten Halbzeit haben wir es dann auch besser gemacht.“

Vor allem die Abwehr stand sicherer, Keeperin Jessica Goebel parierte zudem mehrmals. Vorne stellte die HABO den Gegner mit schnellen Antritten und Kombinationen vor Probleme. Sie fand immer wieder Lücken in der Abwehr, was freie Würfe vom Kreis nach sich zog. Die Gäste waren dabei so zielsicher,
dass sie den Ball in schöner Regelmäßigkeit vom Innenpfosten ins Netz beförderten. Die HABO kratzte mit ihren Toren nun
immer wieder an der Marke, doppelt so häufig wie der Gegner getroffen zu haben. Das gelang erstmals beim 30:15 (51.) und auch wenige Sekunden vor dem Ende mit dem Tor von Melanie Danner zum 36:18-Endstand – auch das zielsicher über den Innenpfosten. Die HABO bleibt damit auf Rang zwei hinter der punktverlustfreien HSG Heilbronn.

 

HABO SG: Goebel - Danner (4), Ziegler (7), Zimmermann (6), S. Kapfenstein (8/2), Wagner (2), Körner (3), A.Kapfenstein (3), Schäuffele (2), Weigel (1)

Andreas Hennings (MBZ, 17.01.22)

Die Buffalos treffen am Sonntag, den 16.01.22 zum Rückrundenstart auf den TV Mundelsheim. Anpfiff zum Derby ist um 15.15 Uhr in der Käsberghalle in Mundelsheim.
Obwohl in der Hinrunde noch zwei Spiele zu absolvieren wären, starten die Buffalos bereits an diesem Wochenende mit ihren Rückrundenpartien. „Die Spiele gegen Bottwartal und Strohgäu sind neu terminiert worden und finden erst im März statt. Dadurch ist zwar alles etwas durcheinander, aber wir sind froh, dass es überhaupt wieder losgeht.“ sagt HABO-Trainerin Konny Baboi, die ihr Team mit einem Trainingstag und einer Einheit am Feiertag aus der Winterpause geholt hat. Auch wenn die HABO das Hinspiel gegen den TVM deutlich mit 31:14 gewinnen konnte, darf man den Gegner nicht unterschätzen. „Mundelsheim hat letztes Wochenende deutlich gegen die HB Ludwigsburg gewonnen und sicherlich Selbstbewusstsein getankt,“ warnt Baboi vor dem Tabellenvorletzten, die damit den ersten doppelten Punktgewinn feiern konnten. Die Favoritenrolle ist dennoch sicherlich klar bei den Buffalos, schließlich steht das Team mit 12:2 Punkten auf dem zweiten Platz und will weiter punkten. „Die Mädels haben zum Jahresbeginn richtig gut trainiert und vor allem in der Abwehr einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Im Hinspiel hatten wir zunächst ein Problem mit der großgewachsenen TV-Torhüterin, an der wir reihenweise gescheitert sind. Wenn wir unsere Chancen am Sonntag konsequent nutzen und in der Defensive ähnlich kompakt stehen, wie beim Saisonauftakt bin ich optimistisch,“ prognostiziert Baboi einen erfolgreichen Rückrundenauftakt und zwei Punkte im Derby.

 

Am Samstagabend treffen die Landesliga-Handballerinnen der HABO SG auf die SG Schozach-Bottwartal II. Anpfiff ist am 04.12.2021 um 20 Uhr in der Bottwartalhalle in Kleinbottwar.
Nach dem knappen Sieg im Spitzenspiel gegen die HSG Kochertürn/Stein steht für die HABO bereits das nächste Topspiel an. im Lokalderby geht es im vorletzten Spiel der Hinrunde gegen die Drittligareserve der SG Schozach-Bottwartal, die mit 10:2 Punkten nur wegen der weniger gespielten Partien hinter der HABO auf dem 3.Tabellenplatz rangiert. „Die SG ist für mich ein bisschen die Wundertüte der Liga. Sie spielen eine offensive 5:1-Abwehr, die es für uns durch einen schnellen Handball zu knacken gilt,“ erklärt Baboi, deren Team durch den Sieg in Kochertürn jedoch ordentlich Selbstbewusstsein getankt hat und bereits dort gegen eine offensive Abwehr agieren musste. In der Defensive wird eine ähnlich kämpferische Leistung nötig sein, um den Rückraum der Gäste in den Griff zu bekommen. „Wir stellen momentan die beste Abwehr der Liga, bekommen am wenigsten Tore. Wenn dir das am Samstagabend im Derby wieder abrufen können, wird es schwer für die SG, ein Durchkommen zu finden.“ freut sich Baboi über die deutliche Leistungssteigerung ihres Teams in der Defensivarbeit. Abzuwarten bleibt jedoch, wie die HABO personell aufgestellt sein wird, da die zweite Mannschaft dieses Mal als Unterstützung wegfällt, „sie haben ein Nachholspiel und sind demnach schon doppelt im Einsatz“, sagt die HABO-Trainerin, die jedoch schon öfter in der Saison bewiesen hat, dass man auch mit einem kleinen Kader doppelte Punktgewinne feiern kann.

Nichts für schwache Nerven war der Ausgang des Spitzenspiels zwischen den Buffalos und der HSG Kochertürn/Stein. Schließlich ging es für beide punktgleiche Teams um den zweiten Tabellenplatz. Am Ende feierten die Gäste einen knappen 25:26 Sieg und bleiben somit auswärts weiter ungeschlagen.


Die Jubelschreie der Buffalos hallten am späten Samstagabend durch die Helmbundhalle in Kochertürn. Gerade eben hatte Jessica Goebel den entscheidenden 7m-Wurf an den Pfosten abgelenkt und ihrem Team dadurch den Sieg gesichert. „Ich bin sehr stolz auf die kämpferische Leistung der Mädels,“ sagt Baboi nach dem Abpfiff. Bis dahin gab es für die HABO-Trainerin jedoch viel Potenzial zum Haare raufen. Vor allem in der ersten Halbzeit wurden die Vorgaben in der Defensive nicht umgesetzt und so kamen die Gastgeberinnen meistens über ihre rechte Angriffsseite zu Torerfolgen. „Wir sind da immer einen Schritt raus und haben so die Lücke für den Kreisläufer aufgemacht,“ erklärt Baboi, deren Team dadurch entweder ein Gegentreffer oder einen Strafwurf hinnehmen musste. Im Angriff hatten die Buffalos mit der sehr offensiven und harten Abwehrarbeit der HSG ihre Probleme, der Ball lief nicht wirklich rund und so gestaltete sich ein offener Schlagabtauscher zweier Temas auf Augenhöhe. Auch der Halbzeitstand von 15:14 deutet bereits beim Seitenwechsel auf eine spannende zweite Halbzeit hin.

In der Halbzeitansprache forderte Baboi von ihrem Team, näher zusammenzustehen und so die Angriffsbemühungen der HSG im Keim zu ersticken. „Wir haben das in der zweiten Halbzeit dann auch wirklich besser gemacht, standen deutlich kompakter und konnten uns somit etwas absetzen,“ weiß die HABO-Trainerin, deren Team in Halbzeit zwei etwas frischer wirkte und sich durch ein Tor von Melanie Danner zum 18:21 (46.) erstmals mit drei Toren absetzen konnte. Doch die HSG gab nicht auf und so glichen sie in eigener Überzahl nur wenige Minuten später wieder aus, gingen sogar mit 24:23 in Führung (54.). Im offenen Schlagabtausch mit vielen verletzungsbedingten Unterbrechungen behielt dann erst Saskia Kapfenstein vom Siebenmeterpunkt eine Minute vor Schluss die Nerven und erzielte den Siegtreffer, ehe die HABO-Defensive und Jessica Goebel den doppelten Punktgewinn dann über die Zeit brachten.

HABO SG: Goebel, Kogel – Ziegler (6), Zimmermann (3), Danner (3), S.Kapfenstein (5/2), Weigel, Wagner (3), Hegendorf, Scholl, Schäufele, Körner (2), A.Kapfenstein (4).

Wenn die HABO SG am kommenden Samstag, den 27.11.21 um 20 Uhr bei der HSG Kochertürn zu Gast ist, muss Konny Baboi aufgrund zahlreicher Ausfälle improvisieren.
So ganz optimal läuft die Vorbereitung auf das Spitzenspiel zwischen den Buffalos und der punktgleichen HSG zumindest auf Seiten der Gäste nicht. „Wir haben ja so oder so schon einen kleinen Kader, müssen nun aber nochmal zwei Ausfälle verkraften,“ erklärt Baboi. So wird Lara Humm aus gesundheitlichen Gründen der HABO nicht mehr zur Verfügung stehen und auch hinter dem Einsatz von Jasmin Körner steht verletzungsbedingt ein dickes Fragenzeichen. „Dieser Ausfall ist für uns besonders bitter, Jasmin nicht nur einen extrem guten Lauf, sie ist auch unsere einzige etatmäßige Kreisläuferin. Sie wird vorne wie hinten nicht ersetzbar sein,“ sagt Baboi, die deshalb improvisieren muss.
Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht, denn mit der HSG Kochertürn haben die Buffalos einen der Aufstiegsaspiranten vor der Brust, der ebenfalls mit 10:2 Punkten in der Landesliga zu überzeugen wusste. „Kochertürn ist als Team sehr stark und variabel. Wir müssen voll da sein,“ gibt Baboi vor, die vor allem auf das Selbstbewusstsein, das ihr Team durch die letzten vier Siege in Folge aufgebaut hat, hofft. „Wir wissen, was wir können und werden die personellen Sorgen als Team versuchen zu verkraften und das Beste draus zu machen,“ ist sich die HABO-Trainerin sicher, dass ihr Team stark genug ist, um die Punkte mit nach Hause nehmen zu können – auch wenn dafür einiges an Kraft, Kampf und Improvisationstalent gefragt ist.

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