HABO-Buffalos fegen über Pumas hinweg

Gegen den TSV Schmiden 2 gelang den Landesliga-Handballern am Samstag-abend mit 32:24 der lang ersehnte erste Heimsieg.

Im fünften Anlauf hat es endlich ge-klappt. Dank einer grandiosen ersten Halbzeit leuchtete ein 32:24-Endstand von der Anzeigetafel der heimischen Bottwartalhalle. Ganz perfekt war der Auftritt gegen die zweite Garde des TSV Schmiden zwar nicht, HABO-Coach Jürgen Buck war dennoch mehr als zufrieden. „Wir wollten diesen Heimsieg unbedingt. Dass es am Ende geklappt hat, steht heute über allem.“
Tatsächlich war ganz klar, wer der Herr im Haus sein wollte. Die HABO-Buffalos scharten von der ersten Spielminute an mit den Hufen, kommunizierten untereinander lautstark. Folgerichtig gingen sie mit 2:0 in Führung. Die „Pumas“ vom TSV hingegen machten nur einen kleinen Katzenbuckel. Zweimal schepperte das Aluminum, der halbrechte Marvin Züfle ließ noch einen Unterarmknaller ins lange Eck heraus. Dann fegte die Büf-felherde aus dem Bottwartal mit einem 6:0-Lauf über sie hinweg. Erst in der 15. Spielminute gelang dem TSV der zweite Treffer. Zeitweise rührte die HABO-Abwehr nämlich Beton an, allen voran der Mittelblock aus Benedikt Wel-ler und Kai Klumpp. Das beobachtete auch Jürgen Buck: „Insbesondere in der ersten Halbzeit sind wir sehr effektiv in der Abwehr gestanden, was mit elf Minuten ohne Gegentor belohnt wurde. Im Angriff haben wir dann konsequent ge-spielt. Technische Fehler gab es von uns kaum.“ Das Angriffsspiel seines Teams war an diesem Abend wirklich wie aus einem Guss. Nach Ballgewinnen in der Defensive ging‘s rasant nach vorne, Positionsangriffe brauchte es kaum. Schmidens Plan, den wieder genesenen Spielmacher Jonathan Siegler in eigener Überzahl in Manndeckung zu nehmen, wurde so meist im Keim erstickt. Kam die HABO-Maschinerie doch einmal ins Stocken, wussten quirlige Spieler wie etwa der sechsfache Tor-schütze Max Körner die großen Räume zu nutzen. Folgerichtig war die Partie nach dieser nahezu perfekten ersten Halbzeit mit einem Spielstand von 17:9 eigentlich schon entschieden. Trotzdem hätte sich Jürgen Buck auch nach der Pause ein ähnlich kompromissloses Auf-treten gewünscht. „Wir sind etwas aus dem Rhythmus gekommen. Vier, fünf Chan-cen haben wir ganz frei liegengelassen. Zum Glück haben wir in der Schlussphase wieder Zugriff bekommen. Speziell in den letzten acht Minuten war es wieder der Angriffshandball der ersten Hälf-te“, analysierte er kritisch. Auch mit der Erfolgsquote vom Siebenmeterstrich dürfte er nicht ganz zufrieden sein. Nur die Hälfte der sechs gewährten Strafwürfe verwandelten seine Schützen.
All das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau. Die Chancenverwertung tat der Freude über den Sieg keinen Abbruch, ebenso wenig wie der letzte Streich von Schmidens Marvin Züfle, der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Partie war. In allerletzter Sekunde zog er nochmal knapp hinter der Mittellinie ab. Dass das Geschoss haargenau im Win-kel einschlug, ging im Siegesjubel der HABO völlig unter.

Bottwar SG
Wien, Zügel (im Tor) - Eckstein (4), Gohl (2/2), Fähnle (5), Kerner (6), Klumpp (3), Mustata (2), Leistner (1), Rempfer (1), Schäfer (2), Siegler (5/1), Weller (1)

Carina Scholl, MBZ 11.11.19

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok