Bereits seit Juni befindet sich unsere erste Frauenmannschaft wieder im Training. Dank Corona erst in individuellen Laufeinheiten, ehe man seit einer Woche nun auch wieder mit reichlich Abstand und Athletiktrainer Sam an den Kraftfähigkeiten des Teams arbeiten kann. In der Halle sorgt unsere neue Trainerin Konny für die nötige Ausdauer und auch den ein oder anderen Ball hatten die Mädels schon in der Hand.

Es gilt sich im Rahmen der Möglichkeiten individuell fit zu machen und die Neuzugänge Ann-Kathrin, Sassi und Franzi im Team zu integrieren. Das Team freut sich bald auch wieder Eindrücke aus dem Mannschaftstraining zu teilen, ist aber erstmal froh, dass ein kleiner Schritt Richtung Normalität gemacht wurde.

Saskia Benz, Franziska Ziegler und Ann-Kathrin Kapfenstein wechseln zur HABO SG.

Großbottwar - Die Handball-Saison ist vorzeitig beendet, inzwischen laufen die Vorbereitungen für die nächste Spielzeit auf Hochtouren. Bei den Landesliga-Frauen der HABO SG sind sie bereits abgeschlossen. Dass Kornelia Baboi künftig wieder Trainerin im Bottwartal sein wird, stand ja bereits seit längerem fest. „Und mit Jessica Popken hatten wir ja schon im Winter einen Neuzugang“, erklärt Stephanie Heim, die sich um den Bereich Spieltechnik der ersten Frauenmannschaft bei der HABO SG kümmert. „Bei den weiteren Verstärkungen haben wir uns auf Spielerinnen aus unserem näheren Umfeld konzentriert“, sagt sie. Herausgekommen sind zwei Heimkehrerinnen und ein Fall von Familienzusammenführung.

Dass Saskia Benz von der SG Schozach-Botwartal wieder zu ihrem Heimatverein zurückkehrt, war ja bereits seit etwa zwei Wochen bekannt. Das Eigengewächs des TV Großbottwar, der ja zusammen mit der HG Steinheim-Kleinbottwar die HABO SG bildet, hatte bis zur 3. Liga beim TVG gespielt. Nach dem Rückzug der damaligen ersten Mannschaft ging sie nach Bönnigheim in die BWOL, später dann zur SG Schozach-Bottwartal, mit der sie es erneut in die 3. Liga schaffte. „Sassi ist in Großbottwar verwurzelt, schon ihre Mutter war hier lange Jugendtrainerin. Daher ist der Kontakt nie abgebrochen, und wir haben schnell erfahren, dass sie kürzertreten will“, sagt Stephanie Heim.

„Ich hatte mich aus privaten und beruflichen Gründen entschieden, dass ich nicht mehr alles rund um den Handball planen möchte. Ich habe zum Beispiel beruflich auch immer wieder Abendtermine“, erklärt Saskia Benz. Sie hatte immer vorgehabt, irgendwann nach Großbottwar beziehungsweise zur HABO SG zurückzukehren. „Und als dann klar war, dass Konny Baboi wieder Trainerin wird, war das ein großer Pluspunkt für die HABO. Denn ich habe ja schon zu TVG-Zeiten unter ihr trainiert und bin immer super mit ihr zurechtgekommen.“

Fast den gleichen Werdegang hatte Franziska Ziegler, die ebenso wie Saskia Benz Jahrgang 1994 ist und auch beim TVG mit dem Handball begonnen hat. Zusammen mit Benz wechselte sie nach Bönnigheim, und sie ging später ebenfalls zur SG Schozach-Bottwartal. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga legte sie jedoch ein Auslandssemester in Irland ein und spielte daher bei der SG zuletzt nur in der zweiten Mannschaft. „Ich habe lange gebraucht, um mich zu entscheiden, was ich mache. Denn mein Studium neigt sich dem Ende zu und ich muss schauen, wie es weitergeht. Aber jetzt freue ich mich sehr darauf“, sagt die Außenspielerin über ihre Rückkehr zum Heimatverein. Auch bei ihr war Kornelia Baboi ein wichtiger Faktor: „Sie ist meine Lieblingstrainerin!“

Last but not least wird mit Ann-Kathrin Kapfenstein ein im Bottwartal zumindest altbekannter Nachname von HB Ludwigsburg zur HABO SG wechseln. Die23-Jährige ist die jüngste Schwester von ihrer künftigen Teamkollegin Saskia sowie von Pia Kapfenstein, die ihre Laufbahn nach mehreren Kreuzbandrissen mittlerweile beendet hat. Von Knieverletzungen kann auch Ann-Kathrin Kapfenstein ein Lied singen, bereits zwei Kreuzbandrisse hat sie überstehen müssen. „Ich studiere Sport auf Lehramt, da ist die Fitness schon sehr wichtig. Aber trotzdem kann ich das Handballspielen bislang nicht lassen“, sagt sie.

Bei der HABO SG ist man sehr froh, dass die Familienzusammenführung nun endlich geklappt hat. Denn bereits seit der C-Jugend hatte man versucht, sie ins Bottwartal zu ihren Schwestern zu lotsen. „Aber ich habe auch in Eglosheim oder zwischenzeitlich in Oßweil immer in guten Teams gespielt. Und es fühlte sich noch nicht richtig an, mit der großen Schwester zusammen zu spielen“, erklärt sie. Mittlerweile habe sich dies aber geändert. „Wir haben uns ja weiterentwickelt. Zudem wohnt Saskia auch nicht mehr zu Hause, daher freue ich mich darauf, wieder mehr Zeit mit meiner Schwester zu verbringen.“ Duelle gegen ihre Schwestern gab es in der Vergangenheit vereinzelt, zuletzt im September 2018, als sie Saskia versehentlich „eine mitgegeben“ hatte, was man der älteren Schwester anschließend ansehen konnte. „Das weiß ich gar nicht mehr“, sagt Ann-Kathrin Kapfenstein. Solche Begegnungen wird es künftig höchstens noch im Training geben. Ansonsten wollen die Schwestern miteinander auf Torejagd gehen, Ann-Kathrin vorwiegend auf der Rückraummitte, Saskia eher auf Halblinks. „Aber wie die Konstellation genau sein wird, muss man sehen. Wir sind ja beide recht flexibel“, findet Ann-Kathrin.

Die künftige Trainerin Kornelia Baboi ist mit dem derzeit 18 Spielerinnen umfassenden Kader „auf jeden Fall zufrieden. Wir werden erstmal mit allen 18 starten. Langfristig sollten wir aber eine Lösung finden, bei der alle zum Spielen kommen. Ob dann welche in die zweite Mannschaft gehen oder ob wir rotieren, das wird man sehen.“ Der Beginn der Vorbereitung ist derzeit für den 15. Juni geplant. „Aber wir wissen nicht, ob wir dann wirklich schon trainieren dürfen. Ich plane jetzt erstmal ganz normal, notfalls müssen wir den Plan eben anpassen.“ Zur Zielsetzung kann Kornelia Baboi noch nichts sagen. „Wir wissen ja noch nicht einmal, welche Gegner wir in der Landesliga haben werden. Und ich muss auch erstmal eine Weile mit der Mannschaft arbeiten.“

 

von Lars Laucke, MBZ 06.05.2020

Am kommenden Samstag, den 14.03.2020 treffen drei aktive Mannschaften auf die Teams des SV Kornwestheim. Den Auftakt machen die Bezirksligafrauen um 16 Uhr, im Anschluss messen sich die Männer in der Landesliga um 18 Uhr und zur Primtime spielt die 1.Frauenmannschaft um 20 Uhr.

Nach der Niederlage der Landesligafrauen am vergangenen Wochenende gegen Strohgäu, ist die Qualifikation für die neue Verbandsebene nun auch rechnerisch nicht mehr möglich. Für das Team von Timo Peter gilt es dennoch, die Saison erfolgreich abzuschließen. Schließlich stehen noch drei Partien in der Liga und das Pokalhalbfinale auf dem Terminplan. Der SV Kornwestheim ist sicherlich der Gegner, der im Restprogramm der Buffalos als der größte Brocken eingeschätzt werden kann. ,,Kornwestheim spielt oben mit, hat lediglich drei Partien verloren. Die Favoritenrolle ist sicherlich klar." sagt Peter, dessen Team sich jedoch im Hinspiel nur knapp geschlagen geben musste. ,,Unser Hauptproblem war es dort einmal mehr, dass wir unsere Leistung nicht konsequent 60 Minuten abrufen können. Am Ende sind wir vollkommen eingebrochen und haben das Spiel am Schluss aus den Händen gegeben," erinnert sich der HABO-Trainer zurück. Zu oft scheiterten die Buffalos rückblickend vor dem gegnerischen Tor, zu harmlos war die Defensivarbeit, viele Fehler prägten das Spiel. Dies gilt es an diesem Wochenende zu vermeiden, auch weil die HABO seit Langem mal wieder vollständig auftreten kann. Lediglich Ramona Braunstein war unter der Woche krank, wird aber wohl einsetzbar sein.

Die wohl letzte Chance, noch auf Platz fünf der Landesliga vorzurücken, haben die Handballerinnen der HABO SG mit dem 27:33 (12:15) bei der HSG Strohgäu II vergeben. Mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Trainer Timo Peter auf einen Punkt an die HSG-Zweite ranrücken können, nun sind es fünf Zähler Rückstand auf Rang fünf. „Wir haben über das komplette Spiel zu viele Fehlwürfe gehabt. Wir waren sicher nicht schlechter und hatten wohl eher mehr Torchancen als der Gegner. Aber so viel verballert haben wir schon lange nicht mehr“, analysiert Peter.

Eine entscheidende Phase der Partie waren die letzten Minuten vor und die ersten nach der Pause. Da wurde aus einem 12:12 ein 12:19 aus HABO-Sicht. „Diese Phase war suboptimal“, umschreibt es Peter vorsichtig und ergänzt: „Auch in der Abwehr hat oft die Absprache nicht gestimmt oder wir waren zu spät dran. Da hat man gemerkt, dass mehrere Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen waren.“ Näher als auf vier Tore kamen die HABO-Frauen bis zum Spielende nicht mehr heran, den Schlusspunkt zum 27:33 setzte Ramona Braunstein.

 HABO SG: Kogel, Goebel – Attaguile, Danner (4), Kapfenstein (9), Braunstein (4), K. Döttinger (1), Wagner (4), L. Döttinger (1), Hegendorf (2), Nandelstaedt (1), Eisele, Popken (1).

Lars Laucke (MBZ, 10.03.2020)

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