Im Spiel gegen das bisher noch sieglose Tabellenschlusslicht aus Aldingen rettet die HABO SG im Schlussspurt zwei Punkte und siegt denkbar knapp mit 24:26.

„Ich glaube, jede andere Mannschaft in dieser Liga hätte unsere Leistung härter bestraft und uns aus der Halle geschossen,“ lautet das Fazit von HABO-Trainerin Konny Baboi, die nach Abpfiff nur den Kopf schütteln konnte und ratlos dreinblickte. Was in den letzten 60 Minuten in der Regentalhalle in Aldingen passierte, war zwar nicht schön, aber durchaus spannend und musste wohl erstmal verdaut werden. Dass all die Statistiken nicht zählen, bewies der TVA von Beginn an, überzeugte mit schnellen Kombinationen und spielte die sonst so sichere HABO-Defensive auf rutschigem Boden schwindelig. „Wir haben kaum einen Zugriff bekommen, unsere Abwehr mit den schnellen Antritten und Richtungswechseln funktioniert in so einer Halle nicht,“ erklärt Baboi, die das jedoch wie das Harzverbot nicht als Ausrede zählen lassen will und kann. 8:5 lag ihr Team in der 13. Minute hinten, da hat TVA-Rückraumspielerin Lena Klaus bereits zum vierten Mal einnetzen können. „Wir sind auf sie viel zu defensiv gewesen, das hatte ich auch in der Halbzeit den Mädels nochmal gesagt, wirklich in den Griff bekommen haben wir sie aber dennoch nicht,“ ärgert sich Baboi über das Abwehrverhalten rund um die Rechtshänderin, die am Ende auf zehn Treffen kam. Doch auch vorne kamen die Buffalos nur schwer in Tritt, scheiterten trotz bester Möglichkeiten immer wieder an der gut aufgelegten TVA-Torhüterin oder an der Latte bzw. dem Pfosten. Hätte der TVA seine letzte Großchance kurz vor dem Seitenwechsel genutzt und Rosalie Wagner nicht wenige Sekunden später noch einen sehenswerten Treffer erzielt, wäre die HABO mit einem fünf Tore Rückstand in die Pause, so wurden beim Stand von 14:11 die Seiten gewechselt.

Laura Single, Jana Leipold und Linda Zimmermann erzielten binnen weniger Minuten ihre Treffer und so war der Rückstand beim 14:14 (32.) schnell ausgeglichen. Wer dachte, dass der TVA sich nun geschlagen gab und die Buffalos nun endlich ins Rollen kamen, der irrte. Bis zum 20:20 (49.) gestaltete sich eine völlig offene Partie, in der die Gäste von Glück reden konnten, dass auch die Aldinger Spielerinnen häufig am Aluminium scheiterten und ihre Großchancen nicht nutzen konnten. Es gestaltete sich eine dramatische Schlussphase, in der bei der knappen HABO-Führung von 24:25 zwei Minuten vor dem Ende noch kein Sieger feststand. Als Saskia Zink 50 Sekunden vor dem Ende nach einer schönen Einzelaktionen einen Siebenmeter herausholte lag die Vorentscheidung in der Luft, doch diesmal prallte der Ball am Pfosten ab „Wir hatten Glück, dass der Ball ins Aus ging und wir somit im Ballbesitz geblieben sind.“, erläutert Baboi, deren Team diese zweite Chance durch Jasmin Körner nutze und 20 Sekunden vor dem Ende den Sack zumachen konnte. „Manchmal muss man Glück haben und die zwei Punkte mitnehmen, auch wenn das alles andere als souverän und schön war, zählt heute nur der Sieg,“ resümiert Baboi, sie sich mit ihrem Team nach diesem Spiel mit 12:6 Punkten in die wohlverdiente Spielpause verabschiedet.   

HABO SG: Lüders, Heß – Single (4), Ziegler (3/2), Zimmermann (5), Danner (1), Schäufele, Weigel, Wagner (1), Zink (1), Leipold (6/3), Körner (3), Kapfenstein (2).

Man war gewarnt auf Seiten unserer 1. Männermannschaft vor dem letzten Auswärtsspiel bei Aufsteiger Spvgg Renningen. Immerhin hat der aktuelle Tabellenführer HB Ludwigsburg dort seine bislang einzige Niederlage einstecken müssen. Zudem konnte man nicht in Topbesetzung antreten, da Tim Beiermeister krankheitsbedingt passen mußte und Max Schädlich nach seiner Fußverletzung immer noch nicht ganz fit ist. Dafür rückte Alex Schäfer wieder mal ins Team, da er gerade auf Heimatbesuch aus Augsburg da war. Man hatte sich wieder mal eingehend auf den anstehenden Gegner vorbereitet und ging nach dem Heimsieg eine Woche zuvor gegen den TV Bittenfeld 3 mehr als motiviert in diese Partie, wollte man doch endlich die ersten Auswärtspunkte der Saison einfahren. Doch der Beginn der Partie, bzw. ein Großteil der ersten Halbzeit war auf beiden Seiten geprägt von vielen Fehlern und ungenutzten Torchancen. Bis Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber noch knapp die Nase vorne, ehe sich die wieder mal starke Abwehrarbeit mit einem nun auch immer besser agierenden Antonio Glumac im Tor dahinter auszahlte. Immer wieder kam man in der Folgezeit über die erste oder zweite Welle zu Torchancen, die man nun auch besser verwertete, was die daraus resultierende 10:6 Führung (28.) mehr als deutlich machte. Doch Renningen blieb dran und konnte bis zur Halbzeit zumindest auf 10:8 verkürzen.

Doch den besseren Start in den zweiten Durchgang konnten dann wieder die Bottwartäler für sich verbuchen. Mit drei Treffern in Folge konnte man das erste Mal beim 13:8 (37.) mit 5 Treffern in Führung gehen. Da man nun immer effektiver mit den sich bietenden Torchancen umging, vor allem über den stark aufspielenden Patrick Mustata (5 Treffer) am Kreis und in der Abwehr weiterhin viele Angriffe der Renninger abwehren konnte, konnte man diese Führung nicht nur verwalten, sondern beim 16:10 (43.) sogar noch ausbauen. Näher als auf maximal 4 Treffer lies man die Gastgeber dann für den Rest der Spielzeit auch nicht mehr kommen und lies sich auch nicht von einigen nicht immer unbedingt nachvollziehbaren Hinausstellungen und der daraus resultierenden Unterzahl aus dem Konzept bringen. Am Ende sicherte man sich so mehr als verdient mit 24:20 die ersten zwei Auswärtszähler und belegen dadurch aktuell mit 8:8 Zählern den 5. Tabellenplatz.

Leider hat man jetzt wieder 2 Wochen spielfrei, ehe es am Sonntag, dem 18.12. um 16:30 Uhr in der Botwartalhalle in Kleinbottwar zum letzten Spiel des Kalenderjahres gegen den bislang etwas überraschend stark aufspielenden TSV Asperg gilt die bislang makellose Heimbilanz weiter aus zu bauen um mit einem positiven Punktekonto im neuen Jahr in die Rückrunde zu starten.

Da hofft man dann natürlich wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen und will sich in diesem Zuge auch für die vielen mitgereisten HABO Fans in der Renninger Sporthalle die uns den Rücken gestärkt haben bedanken. Weiter so.

J.S.

Es spielten:

Tor  : Antonio Glumac, Tarek Rizk.

Feld : Patrick Mustata (5), Jonathan Siegler (4), Alexander Schäfer (4/1), Max Körner (3/3), Justus

           Weller (3), Nico Gehringer (2), Philipp Storz (2), Lucas Breitner (1), Nikolai Brunner, Constantin

           Schuster, Benedikt Weller.

Bank : Marc Nicolaus, Steven Retzlaff.

Zeitnehmer : Jürgen Sommer.

Am Sonntagnachmittag trifft die 1. Frauenmannschaft der HABO SG im letzten Spiel des Jahres auf das Schlusslicht des TV Aldingen. Anpfiff ist um 16.45 Uhr in der Sporthalle Regental in Remseck-Aldingen.

Der Aufsteiger tut sich bislang noch recht schwer in der höheren Klasse und kann noch keinen Punktgewinn auf der Habenseite verbuchen. Nicht nur deshalb sieht Konny Baboi ihr Team im Auswärtsspiel als Favoriten. „Wenn man auf die Tabelle blickt, ist die Favoritenrolle sicherlich auf unserer Seite, unterschätzen dürfen wir die Aldinger dennoch nicht, schließlich hat der TVA nichts zu verlieren, kann frei aufspielen und wird sicherlich keine Laufkundschaft, auch wenn die Niederlagen doch deutlich ausgefallen sind.“ Die Buffalos hingegen blicken nun auf eine kleine Siegesserie zurück und kommen immer besser in Fahrt, sehr überzeugend war der Auftritt am vergangenen Spieltag beim deutlichen Sieg gegen Heuchelberg. „Wenn wir mit einer ähnlichen Konsequenz verteidigen und dazu im Angriff auch wieder die Leistung vom Heuchelberg-Spiel abrufen können, dürften wir unsere Hinrunde mit zwei Punkten beenden.“, gibt sich Baboi optimistisch. Dass die HABO vor allem über das Tempo punkten kann, zeigt ein Vergleich der beiden Mannschaften deutlich, denn die Aldinger Defensive, die im Schnitt 32 Tore bekommt, ist deutlich anfälliger, als die der SG, die mit 23,5 Toren weniger zulässt. Im Angriff wirft die HABO 27 Tore, während Aldingen lediglich 19 Tore erzielt, womit zumindest auf dem Papier die Verhältnisse geklärt wären.

In der eigenen Halle scheinen sich unsere Männer 1 am wohlsten zu fühlen. Auch gegen den TV Bittenfeld 3 konnte man sich am letzten Samstag in der Wunnensteinhalle am Ende mit 22:15 durchsetzen und bleibt so was die Heimspiele angeht ungeschlagen.

Die ersten 15 Minuten waren jedoch erst mal wieder geprägt von vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern, so dass man nicht so recht ins Spiel kam. Auch in der Defensive griff die sonst so starke 5:1 Deckung nicht so wie erwartet. Die Folge war ein 4:7 – Rückstand in Minute 17, doch nach der Umstellung auf eine 6:0 Defensive kam wieder mehr Sicherheit in den Abwehrverband. Kam doch mal was durch, war Antonio Glumac nun immer öfter zur Stelle und hielt so seinen Vorderleuten den Rücken frei. Im Angriff machte Jonathan Siegler ein starkes Spiel, erwies sich als sicherer Torschütze und auch das Zusammenspiel mit Kreisläufer Patrick Mustata klappte nun immer besser. Man kämpfte sich dadurch Tor um Tor wieder heran und Nico Gehringer brachte dann beim 8:7 (22.) seine Buffalos das erste Mal in Führung. Auch zur Halbzeit hatte man beim 10:9 knapp die Nase vorne.

Zwar konnten die Gäste nach Wiederanpfiff auf 10:10 (31.) ausgleichen doch mit einem 3:0 – Lauf konnten sich die Bottwartäler das erste mal beim 13:10 (40.) mit  drei Treffern in Führung bringen. Die Abwehr war nun wieder das Prunkstück im Spiel der Buffalos mit der man die Gäste nun immer wieder vor Probleme stellen konnte. Mit nun zunehmender Spieldauer konnte man sich immer mehr absetzen. Beim 20:14 (52.) leuchtete so die erste Sechs Tore Führung von der Anzeigetafel. Nach einem gehaltenen Strafwurf von Yannick Zieker, der für den verletzten Tarek Rizk in den Kader aufrückte, war es wieder Youngster Nico Gehringer, der mit seinem Treffer zum 21:14 (58.) seine HABO Truppe das erste Mal mit sieben Treffern in Front bringen konnte. Diesen Vorsprung brachte dann Tim Beiermeister mit dem letzten Treffer des Spiels zum 22:15 über die Zeit.

Alles in Allem ein verdienter Sieg, auch in dieser Höhe. Vor Allem, da man mit Maxe Schädlich und Max Körner verletzungs – und krankheitsbedingt gleich auf zwei weitere Stammkräfte verzichten mußte. Doch die nachgerückten Youngsters machten Ihre Sache mehr als gut.

Am kommenden Sonntag um 18 Uhr hat man nun die Gelegenheit bei der Spvgg Renningen endlich auch mal auswärts zu punkten um sich auch weiterhin im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen. Doch dafür muß man weiterhin an der Chancenauswertung arbeiten und die Fehler im Spiel minimieren, um sich nicht immer wieder selbst das Leben schwer zu machen.

Dafür viel Erfolg!

J.S.

Es spielten:

Tor  : Antonio Glumac, Yannick Zieker.

Feld : Jonathan Siegler (7), Philipp Storz (4), Nico Gehringer (3), Tim Beiermeister (3), Benedikt Weller

         (2), Patrick Mustata (2), Maik Kiefer (1), Nikolai Brunner, Felix Buck, Constantin Schuster, Justus

        Weller, Lucas Breitner.

Bank : Marc Nicolaus, Steven Retzlaff.

Nach einem 15:18 Pausenrückstand, konnte man das Kellerduell gegen Ori am Ende mit 35:33 für sich entscheiden.  Julian Kolder gelang der erste Treffer des Spiels, doch die Gäste kamen eindeutig besser ins Spiel und so lag die HABO nach 8 Minuten bereits 3:7 zurück. In der Folge spielte man im Angriff besser und hatte in der 19. Minute die Partie beim 11:11 wieder ausgeglichen. Als die Büffel in der 23. Minute mit 14:12 in Führung gingen, schien man das Spiel in den Griff zu kriegen. Warum man jetzt wieder die Bälle vermehrt einfach wegwarf kann man nicht so richtig erklären. Der TSV nahm die Einladung gerne an, was zum 3 Tore Pausenrückstand führte. Coach Trefz fand mit seiner ruhigen und besonnen Art wohl die richtigen Worte in der Pause, denn das HABO Spiel wurde nun wieder besser. Nach 36 Minuten war Lohn der 21:21 Ausgleich. Von  nun an konnte man stets etwas vorlegen, kam aber auch nicht so richtig weg. Fünf Minuten vor dem Ende führte man 33:30, doch auch jetzt konnte die HABO nicht final den Deckel aufs Spiel setzen. Erst das 35:33 durch Marian Handl 30 Sekunden vor Abpfiff brachte die Entscheidung. Zwar wurde es nun nochmal kurz hektisch, Oberiexingen bekam noch 2 Strafwürfe zugesprochen, diese fanden jedoch nicht den Weg ins Tor und fielen auch nicht mehr richtig ins Gewicht.

Am kommenden Wochenende ist nun wieder spielfrei, weiter geht es dann am 3.12.22 für die Männer 3 in Korntal.

HABO 3: Jakob Weller, Markus Faigle, Paul Körner; Luca Degen(6/1), Chris Pantle(2), Julian Kolder(5), Sebastian Zimmermann(4/1), Marcel Feil(2),Marcel Gombert(4), Marian Handl(3), Alexander Schick, Florian Brosi(7), Nico Betz(2/1), Daniel Schweinle Bank: Michael Trefz, Oliver Mutter

Quelle: Alexander Schick

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