Am kommenden Samstag, den 16.11.2019 treffen die Buffalos auf den Tabellendritten des SV Kornwestheim. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle Ost in Kornwestheim.


„Der Sieg hat uns gut getan“, weiß HABO-Trainer Timo Peter, der mit seinem Team nach langer Durststrecke endlich wieder einen doppelten Punktgewinn einfahren konnte und das vor allem vor heimischem Publikum. Nun gilt es das positive Gefühl und Wissen, dass man es noch kann, mit in die nächste Partie zu nehmen, um an den Erfolg der Vorwoche anzuknüpfen. Mit dem SV Kornwestheim erwartet Peter eine ähnlich schwere Aufgabe wie zuletzt gegen Strohgäu. „Wenn nicht sogar noch einen Tick schwerer“, lautet die Einschätzung des H-Trainers. Und diese kommt nicht von ungefähr. Nicht nur die Erinnerung an die Partien der letzten Saison, in der man zweimal das Nachsehen hatte, auch die momentane Tabellensituation spricht für den SVK. Die stehen nämlich mit gerade einmal einer Niederlage und 10:2 Punkten dort, wo die HABO eigentlich gerne stehen würde. „Die Bahmann-Schwestern sorgen auf den Halbpositionen ordentlich Wirbel und sind gut und gerne mal für zweistellige Tore gut. Da muss unsere Abwehr konsequent dagegenhalten“ warnt Peter vor dem dynamischen Duo, weiß aber auch, „dass man mindestens 25 Tore werfen muss, um in Kornwestheim gewinnen zu können“. Die Voraussetzungen dafür stehen zumindest personell 50:50. Linda Zimmermann und Saskia Kapfenstein waren unter der Woche krank , dafür ist Miriana Attaguile jedoch wieder mit von der Partie.

Auf bittere Art und Weise mussten die Frauen 2 am vergangenen Sonntagnachmittag erfahren, dass eine gute erste Halbzeit nichts bringt, wenn man in der zweiten wieder in alte Muster verfällt. Zeitweise deutlich führend, verloren sie gegen die HSG Marbach-Rielingshausen mit 30:33.
Da zurzeit alle über HABO-Heimsiege sprechen: Die Frauen 2 hatten auch noch keinen. Es dürfte ihnen jedoch angesichts der, sagen wir mal vorsichtig, subobtimalen Tabellensituation relativ wurscht sein, ob sie die dringend benötigten Punkte nun in Großbottwar, Kleinbottwar oder Untertupfingen holen.
Bis auf Kreisläuferin Yvette Leißa und Torhüterin Verena Sonntag (beide krank) war der Kader komplett. Um Nicole Arndt alias Bärbel alias Glitzer-Frisi (seit neustem) im Fall der Fälle im Kasten ablösen zu können, zog Feldspielerin Alexandra Ziegler deshalb die alten Torwart-Hosen wieder an. Doch Bärbel hielt glänzend. Überhaupt spielten alle am Anfang ganz gut. Zwar geriet die HABO erst mit 0:2 beziehungsweise 1:3 ins Hintertreffen, dann fand sie aber in die Partie. Corinna Beiermeister brachte ihre Farben in der 10. Minute erstmals mit 4:3 in Front. Einmal noch egalisierten die Schillerstädterinnen, dann spielte eigentlich nur noch die HABO. Dank einer soliden Abwehrleistung, einem reibungslosen Zusammenspiel im Angriff ohne Einzelaktionen und beinahe ohne technische Fehler (ja, tatsächlich. Wenig technische Fehler in der ersten Hälfte. Wahnsinn, gell? Aber freuen Sie sich nicht zu früh) gelang es den Gastgeberinnen, sich bis zur 14. Minute auf 8:4 abzusetzen. In der 21. Minute führten sie dann sogar mit 11:6. Daraufhin stellte die HSG auf eine 5:1-Abwehr um und verkürzte so bis zur 26. Minute auf 12:10. Nach einer kurzen Orientierungsphase bemerkte die HABO die gelb-blauen Scheunentore, die sich durch die vorgezogenen Abwehrspielerin auf den Halbpositionen auftaten, sodass es 90 Sekunden vor der Pause wieder 16:11 stand. Weil eine Halbzeitführung mit fünf Toren aber einfach zu schön gewesen wäre, machte sie noch kurz zwei technische Fehler, was Marbach mit zwei schnellen Toren zum 16:13 bestrafte. Aber immerhin. Selbst mit drei Toren Vorsprung war man in dieser Saison noch nie in die Kabinen gegangen. Das ließ hoffen.
Dann kam alles anders. Nach Wiederanpfiff war die HABO wieder ganz die Alte: Ballverluste noch und nöcher, keine Dynamik mehr im Angriff, Fehlwürfe vom feinsten. Außerdem stimmte es im Zentrum der Abwehr plötzlich überhaupt nicht mehr, sodass die Gäste entweder in der Mitte regelrecht durchspazierten oder über den linken Flügel abräumten. Resultat: HSG-Rückraumspielerin Theresa Duffner hatte am Ende 10 Tore auf dem Konto, HSG-Linksaußen Sina Weller sogar 13 Tore, inklusive vier Siebenmeter-Treffer. Die beiden sorgten quasi im Alleingang für den Ausgleich zum 18:18 (36). Obwohl der Rückstand lange Zeit nur ein oder zwei Tore betrug, schaffte es die HABO nicht, wieder den Schalter umzulegen. So konnten sich ihre Gäste kontinuierlich auf 27:32 bis zur 56. Minute absetzten. Die drei Tore zum 30:33-Endstand waren nur noch Ergebniskosmetik. Natürlich war die Enttäuschung riesengroß. Aus Angst, die Partie doch noch zu verlieren, hatten sich die in Führung liegenden Bottwartälerinnen selbst ein Bein gestellt. Weil das Selbstvertrauen völlig fehlt, konnten sie den Führungsverlust mental dann nicht wegstecken. Deshalb war die Niederlage in den Köpfen beim Ausgleich zum 18:18 eigentlich schon besiegelt, obwohl noch überhaupt nichts verloren war.
Jetzt ist guter Rat teuer. Es bleiben nur noch zwei Hinrundenspiele, um das klägliche Punktekonto aufzufüllen. Die beste Gelegenheit bietet sich dafür am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim SV Kornwestheim. Anpfiff in der Sporthalle Ost ist um 14 Uhr.

Gegen den TSV Schmiden 2 gelang den Landesliga-Handballern am Samstag-abend mit 32:24 der lang ersehnte erste Heimsieg.

Im fünften Anlauf hat es endlich ge-klappt. Dank einer grandiosen ersten Halbzeit leuchtete ein 32:24-Endstand von der Anzeigetafel der heimischen Bottwartalhalle. Ganz perfekt war der Auftritt gegen die zweite Garde des TSV Schmiden zwar nicht, HABO-Coach Jürgen Buck war dennoch mehr als zufrieden. „Wir wollten diesen Heimsieg unbedingt. Dass es am Ende geklappt hat, steht heute über allem.“
Tatsächlich war ganz klar, wer der Herr im Haus sein wollte. Die HABO-Buffalos scharten von der ersten Spielminute an mit den Hufen, kommunizierten untereinander lautstark. Folgerichtig gingen sie mit 2:0 in Führung. Die „Pumas“ vom TSV hingegen machten nur einen kleinen Katzenbuckel. Zweimal schepperte das Aluminum, der halbrechte Marvin Züfle ließ noch einen Unterarmknaller ins lange Eck heraus. Dann fegte die Büf-felherde aus dem Bottwartal mit einem 6:0-Lauf über sie hinweg. Erst in der 15. Spielminute gelang dem TSV der zweite Treffer. Zeitweise rührte die HABO-Abwehr nämlich Beton an, allen voran der Mittelblock aus Benedikt Wel-ler und Kai Klumpp. Das beobachtete auch Jürgen Buck: „Insbesondere in der ersten Halbzeit sind wir sehr effektiv in der Abwehr gestanden, was mit elf Minuten ohne Gegentor belohnt wurde. Im Angriff haben wir dann konsequent ge-spielt. Technische Fehler gab es von uns kaum.“ Das Angriffsspiel seines Teams war an diesem Abend wirklich wie aus einem Guss. Nach Ballgewinnen in der Defensive ging‘s rasant nach vorne, Positionsangriffe brauchte es kaum. Schmidens Plan, den wieder genesenen Spielmacher Jonathan Siegler in eigener Überzahl in Manndeckung zu nehmen, wurde so meist im Keim erstickt. Kam die HABO-Maschinerie doch einmal ins Stocken, wussten quirlige Spieler wie etwa der sechsfache Tor-schütze Max Körner die großen Räume zu nutzen. Folgerichtig war die Partie nach dieser nahezu perfekten ersten Halbzeit mit einem Spielstand von 17:9 eigentlich schon entschieden. Trotzdem hätte sich Jürgen Buck auch nach der Pause ein ähnlich kompromissloses Auf-treten gewünscht. „Wir sind etwas aus dem Rhythmus gekommen. Vier, fünf Chan-cen haben wir ganz frei liegengelassen. Zum Glück haben wir in der Schlussphase wieder Zugriff bekommen. Speziell in den letzten acht Minuten war es wieder der Angriffshandball der ersten Hälf-te“, analysierte er kritisch. Auch mit der Erfolgsquote vom Siebenmeterstrich dürfte er nicht ganz zufrieden sein. Nur die Hälfte der sechs gewährten Strafwürfe verwandelten seine Schützen.
All das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau. Die Chancenverwertung tat der Freude über den Sieg keinen Abbruch, ebenso wenig wie der letzte Streich von Schmidens Marvin Züfle, der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Partie war. In allerletzter Sekunde zog er nochmal knapp hinter der Mittellinie ab. Dass das Geschoss haargenau im Win-kel einschlug, ging im Siegesjubel der HABO völlig unter.

Bottwar SG
Wien, Zügel (im Tor) - Eckstein (4), Gohl (2/2), Fähnle (5), Kerner (6), Klumpp (3), Mustata (2), Leistner (1), Rempfer (1), Schäfer (2), Siegler (5/1), Weller (1)

Carina Scholl, MBZ 11.11.19

Im Landesligaduell mit der bisher ungeschlagenen HSG Strohgäu 2 gelingt den Handballerinnen der HABO mit 32:29 die Überraschung.

Auf die Frage, was am Ende ausschlagge-bend für den Sieg war, sagte HABO-Coach Timo Peter zunächst nur lapidar: „Wir haben drei Tore mehr geschossen als der Gegner.“ Angesichts der völlig zerfah-renen Partie war das wohl das Einzige, was er mit Sicherheit sagen konnte. „Ich kann dieses Spiel nicht beschrei-ben. Es gab so viele Pfiffe. Jede Mann-schaft hatte gefühlt siebzig Angriffe“, ergänzte er. Tatsächlich sah die gut gefüllte Bottwartalhalle ein denkwürdi-ges, wenn auch nicht gerade hochwerti-ges Handballspiel.
Den etwas besseren Start erwischten die Gäste aus dem Strohgäu. Indem sie aus dem Rückraum einen Schlagwurf nach dem anderen in den Kasten knallten, stell-ten sie das offensive Abwehrkonzept der Hausherrinnen immer wieder in Frage. Sie selbst stellten eine 6:0 Abwehr – eine Einladung für Saskia Kapfenstein. Die ersten sechs HABO-Tore gingen alle-samt auf ihr Konto. Auch sie verbuchte der Großteil ihrer insgesamt vierzehn Treffer mit Schlagwürfen aus zweiter Reihe. Trotz ihrer guten Leistung war das Angriffsspiel in der ersten Hälfte viel zu ausrechenbar. Der Ball lief schlecht, ständig verhedderten sich die Bottwartälerinnen in Eins-gegen-Eins-Situationen. Das Resultat war ein 15:19-Rückstand zum Seitenwechsel.
In die zweite Hälfte startete die HABO dann disziplinierter. Bis zur 35. Spielminute verkürzte sie prompt auf 19:20. Dann wurde es kurios. Im Verlauf der Partie hatte sich der Unparteiische mit vielen fragwürdigen Entscheidungen ins Zentrum des Geschehens gerückt. Stattliche vierzehn Zeitstrafen verteil-te er insgesamt. In der 38. Spielminute fand dieses Verhalten seinen Höhepunkt, als plötzlich drei HABO-Spielerinnen fünf HSG-Spielerinnen gegenüberstanden - plus Torhüter. Für Timo Peter eine entscheidende Situation: „Erst waren wir in dreifacher Unterzahl, dann plötzlich in Überzahl. Ab diesem Moment hatten wir weniger Pfiffe gegen uns. Das hat uns vielleicht nochmal einen Push gegeben.“ In den letzten zwanzig Minuten lieferten sich die Teams einen spannenden Schlagabtausch, bei dem die HSG bis kurz vor Schluss immer eine Nasenlänge voraus war. Erst in der 58. Minute gelang die Wende. Zur 30:29-Führung traf – wer auch sonst – Saskia Kapfenstein. Mit zwei weiteren Treffern brachte sie den 32:29-Heimsieg schließ-lich unter Dach und Fach. Neben Kapfen-stein hob Timo Peter auch seine Torhü-terin hervor: „Alicia Mäule war zum Schluss überragend.“

Bottwar SG:
Goebel, Mäule (im Tor) – Braunstein (4), Danner, K. Döttinger, L. Döttinger (3), Hegendorf, Kapfenstein (14/1), Körner, Müller (1), Sturm, Wagner (3), Zimmermann (5/3)

von Carina Scholl, MBZ 11.11.19

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok