Nichts für schwache Nerven war der Ausgang des Spitzenspiels zwischen den Buffalos und der HSG Kochertürn/Stein. Schließlich ging es für beide punktgleiche Teams um den zweiten Tabellenplatz. Am Ende feierten die Gäste einen knappen 25:26 Sieg und bleiben somit auswärts weiter ungeschlagen.


Die Jubelschreie der Buffalos hallten am späten Samstagabend durch die Helmbundhalle in Kochertürn. Gerade eben hatte Jessica Goebel den entscheidenden 7m-Wurf an den Pfosten abgelenkt und ihrem Team dadurch den Sieg gesichert. „Ich bin sehr stolz auf die kämpferische Leistung der Mädels,“ sagt Baboi nach dem Abpfiff. Bis dahin gab es für die HABO-Trainerin jedoch viel Potenzial zum Haare raufen. Vor allem in der ersten Halbzeit wurden die Vorgaben in der Defensive nicht umgesetzt und so kamen die Gastgeberinnen meistens über ihre rechte Angriffsseite zu Torerfolgen. „Wir sind da immer einen Schritt raus und haben so die Lücke für den Kreisläufer aufgemacht,“ erklärt Baboi, deren Team dadurch entweder ein Gegentreffer oder einen Strafwurf hinnehmen musste. Im Angriff hatten die Buffalos mit der sehr offensiven und harten Abwehrarbeit der HSG ihre Probleme, der Ball lief nicht wirklich rund und so gestaltete sich ein offener Schlagabtauscher zweier Temas auf Augenhöhe. Auch der Halbzeitstand von 15:14 deutet bereits beim Seitenwechsel auf eine spannende zweite Halbzeit hin.

In der Halbzeitansprache forderte Baboi von ihrem Team, näher zusammenzustehen und so die Angriffsbemühungen der HSG im Keim zu ersticken. „Wir haben das in der zweiten Halbzeit dann auch wirklich besser gemacht, standen deutlich kompakter und konnten uns somit etwas absetzen,“ weiß die HABO-Trainerin, deren Team in Halbzeit zwei etwas frischer wirkte und sich durch ein Tor von Melanie Danner zum 18:21 (46.) erstmals mit drei Toren absetzen konnte. Doch die HSG gab nicht auf und so glichen sie in eigener Überzahl nur wenige Minuten später wieder aus, gingen sogar mit 24:23 in Führung (54.). Im offenen Schlagabtausch mit vielen verletzungsbedingten Unterbrechungen behielt dann erst Saskia Kapfenstein vom Siebenmeterpunkt eine Minute vor Schluss die Nerven und erzielte den Siegtreffer, ehe die HABO-Defensive und Jessica Goebel den doppelten Punktgewinn dann über die Zeit brachten.

HABO SG: Goebel, Kogel – Ziegler (6), Zimmermann (3), Danner (3), S.Kapfenstein (5/2), Weigel, Wagner (3), Hegendorf, Scholl, Schäufele, Körner (2), A.Kapfenstein (4).

Wenn die HABO SG am kommenden Samstag, den 27.11.21 um 20 Uhr bei der HSG Kochertürn zu Gast ist, muss Konny Baboi aufgrund zahlreicher Ausfälle improvisieren.
So ganz optimal läuft die Vorbereitung auf das Spitzenspiel zwischen den Buffalos und der punktgleichen HSG zumindest auf Seiten der Gäste nicht. „Wir haben ja so oder so schon einen kleinen Kader, müssen nun aber nochmal zwei Ausfälle verkraften,“ erklärt Baboi. So wird Lara Humm aus gesundheitlichen Gründen der HABO nicht mehr zur Verfügung stehen und auch hinter dem Einsatz von Jasmin Körner steht verletzungsbedingt ein dickes Fragenzeichen. „Dieser Ausfall ist für uns besonders bitter, Jasmin nicht nur einen extrem guten Lauf, sie ist auch unsere einzige etatmäßige Kreisläuferin. Sie wird vorne wie hinten nicht ersetzbar sein,“ sagt Baboi, die deshalb improvisieren muss.
Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht, denn mit der HSG Kochertürn haben die Buffalos einen der Aufstiegsaspiranten vor der Brust, der ebenfalls mit 10:2 Punkten in der Landesliga zu überzeugen wusste. „Kochertürn ist als Team sehr stark und variabel. Wir müssen voll da sein,“ gibt Baboi vor, die vor allem auf das Selbstbewusstsein, das ihr Team durch die letzten vier Siege in Folge aufgebaut hat, hofft. „Wir wissen, was wir können und werden die personellen Sorgen als Team versuchen zu verkraften und das Beste draus zu machen,“ ist sich die HABO-Trainerin sicher, dass ihr Team stark genug ist, um die Punkte mit nach Hause nehmen zu können – auch wenn dafür einiges an Kraft, Kampf und Improvisationstalent gefragt ist.

Nach dem siebten verwandelten Strafwurf von Alex Schäfer zum 24:23 eine Minute vor Schluß hieß es nochmal zittern. Doch die Gastgeber konnten keine Torchance mehr kreieren, so dass die HABO – Truppe zwar knapp aber den Spielverlauf betrachtend nicht unverdient in diesem Bottwartalderby die Oberhand behalten konnte.

Gespannt durfte man sein, wer denn so Alles auf beiden Seiten auflaufen wird, bzw. wer die vielen Ausfälle an diesem Tag besser kompensieren kann. Den besseren Start in dieses gut besuchte Derby erwischten klar die Gäste der HABO. Man setzte das erste Mal in dieser Saison auf den Ex – SKV Keeper Yannick Zieker im Tor und der war von Beginn an zur Stelle. Gestützt auf seine Paraden und eine starke Defensivformation davor, die sehr offen agierte, konnte man gleich zu Beginn mehrere Angriffe des SKV vereiteln. Im Angriff dagegen erarbeitete man sich immer wieder gute Torchancen und setzte sich bis Mitte des ersten Durchgangs auf 6:2 ab. In den folgenden Minuten schlichen sich dann jedoch ein paar Unkonzentriertheiten im Spiel der Buffalos ein, was die Oberstenfelder für sich zu nutzen wußten. Beim 6:5 (22.) waren Sie dann plötzlich wieder auf Schlagdistanz. In dieser Phase begannen auch die Schiedsrichter immer mehr Einfluß auf das Spiel zu nehmen. Wenn man den Spielbericht betrachtet muß man denken, bei in Summe 18 Zeitstrafen, 7 gelben Karten und einer roten Karte, dass es sich um eine harte Partie gehandelt haben muss. Dem war allerdings überhaupt nicht so. Fakt war, dass die HABO Truppe von Ende der ersten Halbzeit bis zum Schlußpfiff in vielen Phasen in einfacher oder doppelter Unterzahl agieren mußte. Bis zur Halbzeit konnte man sich auch Dank der weiterhin stark aufspielenden Defensive beim 10:7 trotzdem wieder auf drei Tore  etwas absetzen.

Der SKV hatte aber die richtige Antwort parat, kam gut aus der Kabine zurück und war nach drei Toren in Folge beim 10:10 (33.) wieder auf Augenhöhe. Nun häuften sich die Zeitstrafen auf Seiten der HABO Truppe. Was dadurch folgte war die beste Phase des SKV, der nun selbst beim 13:15 (43.) mit zwei Toren in Front gehen konnte. Doch die Gäste stemmten sich weiter dagegen. Beim  18:16 (50.) hieß es so wieder 2 Tore vor für die HABO SG, wie auch unmittelbar später beim 20:18 (53.). Nach vier Toren in Folge war dann auf einmal wieder der SKV vorne. Es folgte die letzte Auszeit der Gäste, die Wirkung zeigte. Nach drei Toren hintereinander hatte die HABO SG beim 23:22 (58.) wieder die Nase vorn. Oberstenfeld konnte zwar nochmal ausgleichen, ehe der Strafwurf von Alex Schäfer diesen Krimi  Schlussendlich zu Gunsten seiner Buffalos entschied. Eine starke kämpferische Leistung wurde mit zwei Punkten belohnt. Hut ab Männer!

Dickes Lob auch noch an die vielen HABO Anhänger, die während des ganzen Spiels das Team lautstark unterstützten. Einfach topp!!

Jürgen Sommer

Es spielten:

Tor  : Yannick Zieker, Max Wien, Tarek Rizk.

Feld : Alexander Schäfer (10/7), Jonathan Siegler (6), Nils Erdmann (3), Julian Fähnle (3), Philipp Storz

           (1), Maximilian Schädlich (1), Patrick Mustata (1), Leon Tingler, Tom Hochmuth, Felix Buck,

          Moritz Schädlich.

Neubesetzung im August 2022, Bewerbungen ab sofort möglich

Bereits zum vierten Mal in Folge konnte die Handballabteilung des TV Großbottwar in Gemeinschaft mit der Wunnensteinschule in diesem Jahr ihre FSJ-Stelle „Sport und Schule“ besetzen.

Mit dem 18-jährigen Jannik Müller, der in der Jugendspielgemeinschaft Handballregion Bottwar (HABO JSG) in der A-Jugend im Tor steht, nimmt erneut ein Eigengewächs des TVG die vielfältigen Aufgaben wahr, die ein Freiwilligenjahr im Anschluss an die Schulzeit bietet.

Den Löwenanteil (70%) seiner 38,5-Stunden-Woche im „Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)“ verbringt er an der Grundschule in Großbottwar. Rektorin Uta Schwarz ist begeistert über die Unterstützung im Sportunterricht sowie seine selbständige Durchführung von Bewegungsangeboten im Mittagsband der Ganztagesschule. Darüber hinaus leitet er eigenverantwortlich die Sportstunde für die Grundschulliga, ein Angebot der Handballabteilung zur freiwilligen Teilnahme von Viertklässlern.

In seiner restlichen Wochenzeit trainiert er die männliche C2 der HABO JSG, beteiligt sich an der Planung und Durchführung der Trainingscamps der Jugendspielgemeinschaft und übernimmt organisatorische Aufgaben in der Handballabteilung.

Ein FSJ, das von der Baden-Württembergischen Sportjugend durchgeführt wird, bietet vielfältige Möglichkeiten für die private und berufliche Orientierung sowie den Erwerb von sozialen und persönlichen Kompetenzen, gibt erste Einblicke in die Arbeitswelt im Sport und ist an Hochschulen und Universitäten anerkannt. In den verpflichtenden 25 Bildungstagen mit verschiedenen Aus-, Fort- und Weiterbildungen wird eine staatlich anerkannte Übungsleiter- oder Trainerlizenz erworben und eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert.

Das nächste FSJ beginnt am 15. August 2022 und dauert 12 Monate. Die oder der FSJ’ler erhalten in dieser Zeit ein Taschengeld in Höhe von 310 € monatlich, 24 Tage Urlaub und Sozialversicherungsleistungen. Ebenso besteht ein Anspruch auf Kindergeldleistungen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bwsj.de. Bewerbungen mit Lebenslauf sind ab sofort möglich an die Handballabteilung des TV Großbottwar unter

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Axel Döttinger

Abteilungsleiter Handball

TV Großbottwar        

Im 6. Saisonspiel hat es die HABO 3 jetzt das erste Mal erwischt. 32 eigene Tore reichten dabei nicht zu einem Punktgewinn.

Nach dem auch Chris Pantle mit seiner Platzwunde noch passen musste, half Steffen Eckstein bei der Trefz-Sieben im rechten Rückraum aus. Zu dem konnte Nico Betz wieder mit auflaufen. Doch von Beginn an nahm die HB Ludwigsburg das Zepter in die Hand und setze der HABO mit Tempohandball zu. Wenn in der Anfangsphase nicht noch Markus Faigle einige 100%ige entschärfen hätte können, wäre man bereits hier aussichtslos zurückgelegen. So stand es nach 10 Minuten aber nur 6:3 für Ludwigsburg. Auch noch kurz vor der Pause beim 14:12 war man noch in Schlagdistanz. Jetzt bestrafte man sich jedoch selber. 20 Sekunden vor der Pause hatte man nochmals Ballbesitz (Spielstand 16:13) und hätte verkürzen können. Doch der Ball landete im Seitenaus und Ludwigsburg konterte nochmals zum 17:13 Pausenstand.

Nach der Pause machte die HB ernst und zog bis zur 35. Minute bereits vorentscheidend auf 21:14 weg. Der Rest war ein munteres Scheiben schießen auf beiden Seiten bis hin zum Endstand von 39:32. 32 Tore gelangen der HABO zuvor in noch keinem Saisonspiel, mit 39 Gegentreffern kann man allerdings nur schwer punkten. Am Ende muss man eingestehen, dass Ludwigsburg an diesem Tag einfach die bessere Mannschaft war.

Die nächste Chance zu punkten hat die Trefz-Truppe bereits am kommenden Freitag. Dann spielt man im Nachhochspiel  bei der SG Weissach. Anpfiff ist um 19 Uhr in Weissach im Tal.

HABO 3: Markus Faigle, Jakob Weller; Philip Zimmermann(4), Sebastian Zimmermann(6/1), Steffen Eckstein(2), Daniel Schweinle(2), Patrick Rygoll(1), Marcel Gombert(7), Jannik Horrer(3), Marian Handl(1), Marcel Feil(2), Samuel Gruber(1), Nico Betz(3) Bank Michael Trefz, Oliver Mutter

Quelle: Alexander Schick

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